Irina Mikitenko

„Einen guten Marathon zu laufen ist immer schwierig“

Irina Mikitenko hat die Olympischen Spiele 2012 Visier und erklärt, warum ihr Alter dabei keine Rolle spielt.

Irina Mikitenkos großes Ziel ist der Marathon bei bei Olympischen Spiele 2012 in London.

Irina Mikitenkos großes Ziel ist der Marathon bei den Olympischen Spiele 2012 in London.

Bild: Nike

RW: Im Herbst planen Sie, wieder einen Marathon laufen. Können Sie schon sagen wo?

Irina Mikitenko: „Das steht jetzt noch nicht fest. Damit werde ich mich dann nach der Europameisterschaft beschäftigen. Auf jeden Fall sind Berlin, Chicago oder New York in der Auswahl.“

RW: Wenn Sie eine schnelle Zeit laufen wollen, spräche das ja eher für Berlin oder Chicago als für New York.

Irina Mikitenko: „Ja, das stimmt, New York hat eine schwierige Strecke, die ich bisher noch nicht gelaufen bin. Aber New York hat eben auch einen sehr schönen Marathon, den man einmal im Leben laufen muss.“

RW: Glauben Sie, dass Sie in dieser Saison noch zum dritten Mal die World-Marathon-Majors-Serie gewinnen können, obwohl Liliya Shobukhova bereits einen sehr deutlichen Vorsprung hat?

Irina Mikitenko: „Darüber denke ich erst einmal gar nicht nach. Vor meinen ersten Gesamtsieg habe ich auch nicht darüber nachgedacht, ob ich die Serie gewinnen kann. Es vor wichtig allem wichtig, sich darauf zu konzentrieren, einen guten Marathon zu laufen und nicht schon weiter zu denken.“

RW: Ihr großes Ziel bleibt der Marathon bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Dann werden Sie fast 40 Jahre alt sein. Bei den letzten Olympischen Spielen hat mit der damals 38-jährigen Constantina Dita auch eine ältere Läuferin gewonnen. Macht Sie das zuversichtlich, in London auch noch konkurrenzfähig zu sein?

Irina Mikitenko: „Es gibt viele Bespiele von Läuferinnen, die mit rund 40 Jahren in Topform waren oder Bestleistungen gelaufen sind. Nehmen wir nur Kathrin Dörre-Heinig, die fast 40 Jahren noch einen deutschen Rekord gelaufen ist. Oder eben Constantina Dita. Deswegen zählt es im Marathon nicht, ob man schon 40 ist.“

RW: Sind diese beiden Läuferinnen auch Vorbilder für Sie oder haben sonst Vorbilder?

Irina Mikitenko: „Ich habe keine bestimmten Personen als Vorbilder. Aber es gibt Leute, die ständig hart an sich arbeiten und das finde ich sehr schön.“

RW: Momentan laufen Frauen bei großen Marathons Siegerzeiten im Bereich von 2:22 bis 2:25 Stunden. Das ist weit entfernt vom Weltrekord und selbst Zeiten unter 2:20 Stunden sieht man selten. Sie waren vor zwei Jahren die letzte Läuferin der das gelang. Ganz anders ist die Situation bei den Männern, wo derzeit viele in die Nähe des Weltrekords laufen können. Wie sehen sie aktuell die Entwicklung des Frauenmarathons?

Irina Mikitenko: „Ich glaube auf jeden Fall, einen guten Marathon zu laufen ist immer schwierig. Und man kann in einem Jahr höchstens zwei gute Marathons erwischen. Im letzten Jahr in Chicago beispielsweise, konnte man zwar in guter Form sein, musste dort aber mit Minusgraden kämpfen. Und dann sind Spitzenzeiten schon nicht mehr möglich. Ich denke aber, dass wir im Moment genug Läuferinnen haben, die im Bereich von 2:20 Stunden laufen können. Und wenn wir einen richtig guten Marathon mit guten Bedingungen erwischen, dann kann es auch wieder spannend werden.“

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