Kenia-Siege

Afrikanische Sieger in Lissabon und Philadelphia

14000 liefen in Lissabon, 11500 in Philadelphia, gewonnen wurden beide Rennen von Kenianern.

Robert Cheruiyot bei seinem Sieg beim Boston Marathon.

Robert Cheruiyot ist offenbar gut auf dem Weg, den Jackpot der World Marathon Majors (WMM) zu knacken. Der Kenianer führt in der zweijährigen Wertung deutlich und kann sich bei seinem Start beim Chicago-Marathon am 7. Oktober eine halbe Million Dollar sichern. Am Sonntag lief er eine gute Generalprobe beim Lissabon-Marathon.

Bei warmem Wetter mit Temperaturen von rund 25 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit starteten in Lissabon auf einer neuen Strecke alles zusammen 14.000 Läufer – 3.000 von ihnen im Halbmarathon. Dabei sah es im Männerrennen nach einem Zweikampf um den Sieg zwischen Robert Cheruiyot und dem zweifachen Marathon-Weltmeister Jaouad Gharib (Marokko) aus. Doch auf dem letzten Kilometer lief überraschend Emmanuel Mutai (Kenia) an den beiden vorbei und siegte in 61:54 Minuten vor Cheruiyot (62:01) und Gharib (62:05).

Bei den Frauen hatte die Äthiopierin Bizunesh Bekele von Beginn an die Initiative übernommen. Sie lief praktisch zu seinem Start-Ziel-Sieg in 70:20 Minuten vor den beiden Kenianerinnen Salina Kosgei (71:08) und Mary Ptikany (71:37).

In Philadelphia fand ebenfalls am Sonntag der 30. Philadelphia Distance Run statt. Bei dem Halbmarathon erreichte die Rekordzahl von über 11.500 Läufern das Ziel. Dabei waren
sowohl bei den Männern als auch den Frauen die Kenianer am schnellsten. Julius Kibet siegte in 62:02 Minuten und sicherte sich eine Siegprämie von 8.000 Dollar. Der frühere Bahn-Weltklasseläufer Tom Nyariki wurde mit nur zwei Sekunden Rückstand Zweiter, eine weitere Sekunde zurück lag John Yuda (Tansania). Hochklassiger war die Siegzeit bei den Frauen. Hier sicherte sich Pamela Chepchumba die 8.000-Dollar-Prämie in 68:45. Auf den Plätzen folgten ihre Landsfrauen Alice Timbilili (68:54) und Edna Kiplagat (70:11). Nyariki, Yuda und Kiplagat gehören zur Trainingsgruppe des deutschen Coaches Dieter Hogen.