Laufende Fußballspieler

Laufen? Nicht ohne Ball!

Fußballspielen heißt Laufen. Damit tun sich viele Kicker schwer. Doch ein perfekter Spieler muss laufen können.

Fußball

Nur langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass Laufstärke zu einem perfekten Spieler gehört.

Bild: Kurt Michel / pixielio.de

Mich hat noch niemand ohne Ball zum Laufen gebracht!“, sagte Rudi Völler während seiner Zeit als aktiver Fußballer – und brachte damit zum Ausdruck, was viele Spieler vom Laufen halten. Wenn der Trainer Laufeinheiten ansetzt, dann murrt ein Großteil der Mannschaft oder fasst es sogar als Strafe auf. Nicht zu Unrecht, wie ein Satz von Werner Lorant zeigt, dem ehemaligen Trainer der Münchener Löwen: „Wer am Samstag während des Spiels nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle, der kann ja am Sonntag noch laufen!“

Zwar sind Laufstrecken von weit über 10. 000 Metern während der 90 Minuten nicht ungewöhnlich, aber die Bewegung ist dabei nur Mittel zum Zweck: um den Ball zu erreichen, um eng am Gegenspieler zu bleiben oder einen anderen zu überlaufen. Dabei stehen immer das Spielgeschehen und der Ball im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Erst wenn dem Spieler häufiger die Puste ausbleibt, beginnt die Einsicht zu reifen, dass gute Ausdauer für erfolgreiches Fußballspielen wichtig ist.

Auch wenn ein Spieler während eines Spiels nicht mehrere Minuten am Stück im gleichen Tempo über den Platz läuft, ist es dennoch von großer Bedeutung, dass er über eine gute aerobe Ausdauerleistungsfähigkeit verfügt. So erholt sich ein austrainierter Spieler nach einem Sprint über den halben Platz schneller als ein untrainierter. Er ist daher auch eher wieder in der Lage, sich auf die nächste Spielsituation einzustellen. Und je höher die Spielkasse, umso höher das Tempo und damit auch die Anforderung an die Ausdauerleistungsfähigkeit des Spielers.

Im Profi-Fußball sind es zunehmend ganze Trainerteams, die sich um die Fitness der Spieler kümmern. Hier wird mit modernsten Methoden der Messung und der Trainingssteuerung gearbeitet. Den Trainern stehen zu jedem Spieler viele Daten zur Verfügung, von der zurückgelegten Laufstrecke im Spiel bis hin zu regelmäßigen Laktattests. Und so hat sich bei der neuen Trainergeneration die Erkenntnis durchgesetzt, dass Ausdauertraining als Teil des Konditionstrainings vor allem individuell gestaltet werden muss.

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