Köln-Marathon 2012

Streckenrekord im Doppelpack beim Köln-Marathon 2012

Die beiden Kenianer Alfred Kering und Helena Kiprop stellten beim Köln-Marathon 2012 neue Streckenrekorde auf. Sabrina Mockenhaupt gewann den Halbmarathon.

Köln-Marathon 2012 - Bilder

Alfred Kering und Helena Kiprop haben den Köln-Marathon spitzensportlich ein gutes Stück voran gebracht. Die beiden Kenianer gewannen das Rennen am Sonntag mit Streckenrekorden von 2:07:37 beziehungsweise 2:25:34 Stunden. Im Männerrennen profitierte Alfred Kering dabei aber von einem Fehler des am Ende zweitplatzierten Limenih Getachew (Äthiopien/2:07:39), der kurz vor dem Ziel den falschen Weg einschlug. In Köln hatten insgesamt rund 25.000 Athleten für die verschiedenen Wettbewerbe gemeldet. Gut 6.700 Marathonläufer waren darunter.

Für runnersworld.de war Fotograf Heinz Schier vor Ort und hat das Marathonspektakel in der Domstadt Köln für Sie festgehalten. Seine tollen Impressionen finden Sie in der Fotogalerie direkt über diesem Absatz.

Gut 25.000 Sportler starteten beim Köln-Marathon 2012 über verschiedene Wettbewerbe.

Bild: Heinz Schier

Dass der holländische Manager Jos Hermens zum ersten Mal das Kölner Elitefeld zusammenstellte, war ein Erfolg auf Anhieb. Deutlich schneller als in der Vergangenheit waren die beiden Sieger, wobei im Männerrennen gleich vier Athleten unter dem alten, 2009 aufgestellten Streckenrekord von 2:08:36 blieben. Sieben Läufer erreichten unter 2:10 Stunden das Ziel.

Eine Gruppe von 17 Athleten hatte die Halbmarathonmarke nach 63:34 Minuten passiert. Auch relativ spät im Rennen war die Führungsgruppe noch sehr kompakt. Zehn Läufer passierten die 30-km-Marke in 1:30:45, wobei Alfred Kering hier schon ganz vorne dabei war. Zwischen 35 und 40 km entwickelte sich dann ein Zweikampf zwischen dem 32-jährigen Kenianer, der in Paris 2011 als Zweiter seine Bestzeit mit 2:07:11 Stunden aufgestellte hatte, und dem äthiopischen Youngster Limenih Getachew. Der 21-Jährige übernahm die Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Doch als das Führungsfahrzeug kurz vor dem Ziel von der Strecke abbog, folgte Getachew dem Auto anstatt ins Ziel zu rennen. Als der Äthiopier seinen Fehler bemerkte, war es zu spät. Alfred Kering war nicht mehr einzuholen und gewann in 2:07:37 mit zwei Sekunden Vorsprung. Auch der drittplatzierte Duncan Koech blieb mit 2:07:53 noch unter 2:08 Stunden. Die Kenianer Laban Mutai (2:08:01), Victor Lagat (2:09:13), Henry Chirchir (2:09:24) und Laban Moiben (2:09:55) folgten auf den nächsten Plätzen.

Falk Cierpinski (SG Spergau) wurde als bester Deutscher 14. mit 2:18:52. Der 35-Jährige erlebte damit eine weitere Marathon-Enttäuschung. Magenprobleme behinderten ihn am Sonntag in Köln, nachdem er die erste Hälfte noch gut in 67:41 Minuten gelaufen war.

Im Rennen der Frauen liefen nach der ersten Hälfte (Durchgangszeit: 1:13:04 Stunden) vier Athletinnen an der Spitze: Neben Helena Kiprop waren dies die drei Äthiopierinnen Shetaye Bedasa, Robe Guta und Makda Harun. Bei Kilometer 30 waren nur noch Kiprop und Bedasa vorne, wobei die Kenianerin sich bald darauf löste und bis zur 35-km-Marke bereits einen Vorsprung von 50 Sekunden herauslief. Der 36-jährigen Helena Kiprop, die eine Bestzeit von 2:23:37 Stunden aufweist und bereits in Berlin sowie Dubai jeweils zweimal Dritte war, gelang es, die zweite Hälfte schneller zu laufen als die erste. Im Ziel hatte sie den alten Streckenrekord ihrer Landsfrau Angelina Kanana (2:27:29) um fast zwei Minuten unterboten. Während sie 2:25:34 erreichte, stellte Shetaye Bedasa die alte Marke als Zweite exakt ein. Dritte wurde Makda Harun (2:29:32) vor Robe Guta (2:31:09). Beste Deutsche war Sandra Lüring (LG Ratio Münster) als Siebente mit 2:47:39.

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Foto: Heinz Schier

Sabrina Mockenhaupt gewinnt Halbmarathon

Überraschend startete Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) im parallel veranstalteten Halbmarathon. Nur eine Woche nach der Halbmarathon-WM gewann sie konkurrenzlos in 1:16:43 Stunden. Am 4. November will Sabrina Mockenhaupt den New York-Marathon laufen. Für sie war das Rennen in Köln daher nur ein Trainingslauf. Schnellster Mann war Wilson Kipkosgei (Kenia) in 67:22 Minuten

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