Kö-Lauf 2014

Pollmächer und Mockenhaupt gewinnen Deutsche Meisterschaft

Bei der 27. Ausgabe des Kö-Laufes in Düsseldorf wurde gleichzeitig auch die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. André Pollmächer und Sabrina Mockenhaupt holten die Titel.

Kö-Lauf Düsseldorf 2014 - Die Bilder
Kö-Lauf Mockenhaupt

Sabrina Mockenhaupt ist auf dem Weg zum 40. Meistertitel in Düsseldorf.

Bild: Stadtwerke Düsseldorf Kö-Lauf / Björn Waldeck

Erwartungsgemäß sicherten sich André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf) und Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) die deutschen 10-km-Meistertitel im Rahmen des 27. Kö-Laufes auf dem Düsseldorfer Boulevard. Beide mussten allerdings zum Ausklang der EM-Saison noch einmal alles geben, um die Konkurrenz mit dem äthiopischen Asylbewerber Amalal Petros (TSVE Bielefeld) und der kurzfristig noch nachgemeldeten Simret Restle-Apel (PSV GW Kassel) in Schach zu halten.

Für runnersworld.de waren zwei Fotografen beim 27. Kö-Lauf. Die Bilder von Norbert Wilhelmi finden Sie oberhalb dieses Artikels. In der Mitte dieses Artikels finden Sie seine Fotos von den Kinderläufen und den kürzeren Distanzen. Weiter unten ist eine weitere Bildergalerie von Thomas Koch verlinkt.

"André, André"-Rufe tönten bei der Siegerehrung vom doppelstöckigen VIP-Bus, und André Pollmächer ließ sich feiern. Der Lokalmatador hielt drei Wochen nach seinem starken Auftritt bei den Marathon-Europameisterschaften dem Druck des Favoriten stand – und gewann in 29:24 Minuten vor dem überraschend stark auftrumpfenden Amanal Petros (29:32) und Halbmarathonmeister Manuel Stöckert (SC Ostheim/29:44). Der mit Titelambitionen gestartete Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) wurde nach einem kräftigen Spurt gegen Mitku Seboka (TS Lichtenfels) in 29:54 Vierter.

Kö-Lauf Düsseldorf 2014 - Fotos - Teil 2

„Nach sieben oder acht Kilometern habe ich mich sicher gefühlt, dass ich das Rennen gewinnen würde“, freute sich André Pollmächer über seinen Erfolg. „Die Aufgabe, den Titel nach Düsseldorf zu holen, hat mich sehr motiviert,“ wehrte der Neu-Düsseldorfer alle Spekulationen über mangelnde Motivation so kurz nach dem EM-Saisonhöhepunkt ab. „Was mich besonders freut, dass der Spagat mit Marathon- und 10 km-Vorbereitung gelungen ist.“ Nicht minder zufrieden war auch der erst 19-jährige Amanal Petros, der im Duell mit André Pollmächer mit 29:32 Minuten persönlichen Rekord lief. „Ich habe mich gefreut, vor so einem Publikum laufen zu können“, sagte der junge Asylbewerber aus Bielefeld, der seit Januar 2011 in Deutschland lebt.

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Foto: Thomas Koch

„Die Zeit ist nebensächlich, Hauptsache gewonnen", freute sich Sabrina Mockenhaupt, die auf der Kö ihren 40. deutschen Meistertitel gewinnen konnte. „Das ist das einzige Versöhnliche nach einer sehr bescheidenen Saison“, gab die kleine Siegerländerin offen und ehrlich zu. Immerhin Sechste war sie bei der EM über 10.000 m, doch im EM-Marathon stieg sie angeschlagen aus. Und zum Düsseldorfer Rennen? „Wegen des Ödems im Sprunggelenk hatte ich natürlich Bedenken. Aber wenn man schnell läuft, dann spürt man es nicht so als wenn man im Training eher ruhig und locker läuft.“ Nach zwei von fünf Runden hatte sich Sabrina Mockenhaupt einen kleinen Vorsprung vor Simret Restle erarbeitet, der sich von Kilometer zu Kilometer geringfügig vergrößerte. „Bei Simi wusste ich nicht, wie stark sie sich hier präsentieren würde. Bei den anderen habe ich mir allerdings keine Sorgen gemacht.“ Mit 34:13 Minuten gab es letztlich einen sicheren Sieg – und Titel Nummer 40. „Das fühlt sich schon toll an. Ich freue mich wirklich darüber!“

Vierzehn Sekunden dahinter lief Simret Restle in 34:27 über die Ziellinie und zeigte sich zufrieden mit der Vize-Meisterschaft: „Es war für mich eine psychisch große Belastung, denn es war nach meiner Sperre das erste Meisterschaftsrennen. Und dann alle Mädels zu sehen! Deshalb bin ich mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Schließlich möchte ich am kommenden Sonntag in Köln Marathon laufen.“ So klar die beiden ersten Plätze auch waren, auf Rang drei setzte das Zielgericht mit Jana Sussmann (LT Haspa Marathon Hamburg) und Isabell-Sophie Teegen (SC Rönnau 74) gleich zwei Läuferinnen, denn nach 34:43 Minuten gab es keine Differenz festzustellen. Das Nachsehen im Kampf um die Medaillen hatte die EM-Marathonstarterin Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg), die als Fünfte in 34:52 im Ziel war.