Katar ohne Weltrekordler Shaheen bei den Asienspielen

Ohne ihren Star Saif Saaeed Shaheen wird die Mannschaft von Katar bei den Asien-Spielen im Dezember im heimischen Doha antreten müssen. Wie der ,Track Profile Report’ berichtet, laboriert der 3000-m-Hindernis-Weltrekordler seit dem Saisonende an Achillessehnenproblemen und musste seine Teilnahme absagen. Dies ist eine größere Pleite für Katar.

Ohne ihren Star Saif Saaeed Shaheen wird die Mannschaft von Katar bei den Asien-Spielen im Dezember im heimischen Doha antreten müssen. Wie der ,Track Profile Report’ berichtet, laboriert der 3000-m-Hindernis-Weltrekordler seit dem Saisonende an Achillessehnenproblemen und musste seine Teilnahme absagen. Dies ist eine größere Pleite für Katar. Schließlich waren die Asien-Spiele in der Heimat offenbar einer der Gründe, eine Reihe von hochkarätigen kenianischen Läufern einzubürgern. Stephen Cherono war einer der ersten von ihnen, der vor gut drei Jahren fahnenflüchtig wurde. Und er war der erfolgreichste Läufer, der Kenia verließ. Seitdem rennt Cherono unter dem Namen Shaheen. Der erst 24-jährige Hindernis-Weltrekordler (7:53,63 Minuten) wollte in Doha auch über 5.000 m antreten.

In einer Blitzaktion hatte der Läufer kurz vor den Weltmeisterschaften in Paris 2003 die Nationalität gewechselt. Und Shaheen wurde auch gleich Weltmeister über die Hindernisse – eine Disziplin, die die Kenianer seit Jahren dominiert hatten. Dass der kenianische Verband damals bei diesem Deal mitspielte, kann nur daran gelegen haben, dass Katar eine entsprechende Kompensation leistete. Für den Läufer selbst ging es nicht einmal um große Summen. Die Kataris hatten dem besten kenianischen Hindernis- und 5000-m-Läufer eine monatliche Rente von 1.000 Dollar auf Lebenszeit versprochen. Cherono gab seinen Namen her und gewinnt seitdem für Katar statt für Kenia. Doch nun muss er zuschauen bei den Spielen in Doha.
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