Jan Fitschen und Sabrina Mockenhaupt gewinnen 3.000-m-Titel

Der 10.000-m-Europameister Jan Fitschen (TV Wattenscheid) und Sabrina Mockenhaupt (Köln Marathon) haben am Sonnabend die 3.000-m-Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig gewonnen. Am Sonntag stehen die Mittelstrecken-Entscheidungen auf dem Programm in der Arena Leipzig.

Der 10.000-m-Europameister Jan Fitschen (TV Wattenscheid) und Sabrina Mockenhaupt (Köln Marathon) haben am Sonnabend die 3.000-m-Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig gewonnen. Am Sonntag stehen die Mittelstrecken-Entscheidungen auf dem Programm in der Arena Leipzig.

Dass es bei den Männern kein Rennen in Richtung Norm für die Hallen-Europameisterschaften werden würde (7:55,0 Minuten), war schnell offensichtlich. Entsprechend langsam war die 1.000-m-Durchgangszeit von 2:47,32 Minuten. Nach 2.000 Metern hatte mit Jan Fitschen (TV Wattenscheid), Arne Gabius (LAV Asics Tübingen), André Pollmächer (LAC Chemnitz) und Carsten Schlangen (LG Nord Berlin) eine Vierergruppe abgesetzt, die das Rennen unter sich ausmachte. Dabei gab es jedoch einen unglücklichen Einfluss von Außen, denn zeitweilig wurden statt drei nur zwei zu laufende Runden angezeigt. Schlangen sprintete dann tatsächlich 200 m zu früh los und bemerkte sein Missgeschick erst nach dem vermeintlichen Zieldurchlauf knapp hinter Fitschen. Am Ende verpasste er deswegen eine Medaille und wurde Vierter in 8:03,36 Minuten während Jan Fitschen den Titel in 7:57,30 Minuten verteidigte. Platz zwei ging an Arne Gabius (LAV Asics Tübingen/7:59,94), Dritter wurde André Pollmächer (LAC Erdgas Chemnitz/8:02,67).

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut in die Hallensaison hineinkomme, daher hatte ich von Anfang an nicht mit der EM geplant. Stattdessen fahre ich wie 2006 wieder für viereinhalb Wochen ins Trainingslager nach Flagstaff“, sagte Jan Fitschen, der zuvor noch am nächsten Freitag einen Meeting-Start in Chemnitz plant.

Im Verhältnis noch deutlich langsamer ging es im 3.000-m-Finale der Frauen zu. Sabrina Mockenhaupt und Antje Möldner (SC Potsdam) hatten sich an die Spitze gesetzt und bestimmten das ,Tempo’. Nach 3:19,29 Minuten war die 1.000-m-Marke erreicht. Gemessen an Weltklasseathletinnen wäre dies ein gutes Tempo – allerdings in einem Marathonrennen! Da käme dann eine Zeit um 2:20 Stunden heraus.

„Die Zeit war mir egal, deswegen habe ich erst in den letzten zwei Runden Gas gegeben“, erklärte Sabrina Mockenhaupt später, nachdem sie sich 350 Meter vor dem Ziel von Antje Möldner gelöst hatte und schließlich in 9:25,28 Minuten gewann. Möldner wurde Zweite in 9:30,56. Rang drei ging an Imke Schmidt (TSV Kirchdorf/9:41,97). Am Sonntag plant Sabrina Mockenhaupt einen zweiten Start im 1.500-m-Finale. „Danach entscheide ich dann bezüglich einer möglichen Hallen-EM-Teilnahme“, erklärte Sabrina Mockenhaupt, die in Köln in diesem Herbst ihr Marathon-Debüt plant.