Schnelles Rennen trotz Hitze

Streckenrekorde fielen beim Hannover-Marathon 2013

Trotz hoher Temperaturen beim Hannover-Marathon 2013 knackten Lusapho April und Olena Burkovska die Streckenrekorde mit 2:08:32 und 2:27:07 Stunden.

Hannover-Marathon 2013 - Bilder

Trotz hoher Temperaturen von am Ende über 20 Grad Celsius fielen beim TUI Marathon Hannover beide Streckenrekorde: Der Südafrikaner Lusapho April gewann in 2:08:32 während die Ukrainerin Olena Burkovska nach 2:27:07 im Ziel war. Beide liefen die zweite Hälfte schneller als die erste und stellten auch persönliche Bestzeiten auf. Nicht gut lief es in der Wärme für Vitaly Rybak (ART Düsseldorf). Der Ukrainer, der zukünftig für Deutschland starten möchte, beendete das Rennen vorzeitig, nachdem er zwischenzeitlich auf Kurs für eine Endzeit um 2:17 Stunden gelegen hatte. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, verzeichnete der Hannover-Marathon die Rekordzahl von rund 16.000 Meldungen.

Unser Fotograf Norbert Wilhelmi war für runnersworld.de beim Hannover-Marathon vor Ort und hat die schönsten Momente mit seiner Kamera festgehalten. Seine besten Bilder präsentieren wir in der umfangreichen Fotogalerie weiter oben.

Lusapho April aus Südafrika gewinnt den Hannover-Marathon 2013 und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf.

Bild: Norbert Wilhelmi

Langsamer als gedacht startete das Rennen der Männer. Erst nach der 15-km-Marke begannen die Pacemaker damit, schnellere Kilometerabschnitte zu laufen. Die Halbmarathonmarke erreichte dann eine Gruppe von 16 Athleten nach 64:48 Minuten – geplant waren 64:20.

Vier Kilometer später forcierte Lusapho April mit Hilfe des kenianischen Pacemakers Frederick Ngeny das Tempo und setzte sich ab. Ab der 30-km-Marke, die er nach 1:31:17 erreicht hatte, musste der Südafrikaner dann alleine laufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lusapho April, der bei seinem Sieg in Hannover vor zwei Jahren seine bisherige Bestzeit von 2:09:25 aufgestellt hatte, einen Vorsprung von 39 Sekunden auf Wesley Langat, David Kisang (beide Kenia), Mekuant Ayenew und Samuel Getachew Demie (beide Äthiopien). Titelverteidiger Joseph Kiptum (Kenia) hatte kurz zuvor den Kontakt verloren und stieg bald darauf mit einem Hüftproblem aus.

Bravourös lief Lusapho April alleine an der Spitze in der warmen Sonne und vergrößerte seinen Vorsprung ständig. „Ich war zuversichtlich und wusste, dass ich den Streckenrekord brechen kann“, sagte der Südafrikaner. „Zum ersten Mal in meiner Karriere bin ich ohne irgendwelche Probleme beziehungsweise Verletzungen bei einem Marathon an den Start gegangen“, erzählte Lusapho April, der beim olympischen Marathon Pech hatte. In London war er an der 30-km-Marke zu Fall gekommen und hatte dann humpelnd Rang 43 belegt. Jetzt meldete er sich in Hannover zurück und etablierte sich als Südafrikas derzeit bester Marathonläufer. Vor vier Jahren war zuletzt ein Landsmann schneller als er: Hendrik Ramaala lief damals 2:07:44. „Mit einem schnelleren Anfangstempo und bei kühlerem Wetter hätte ich unter 2:08 Stunden laufen können“, sagte Lusapho April, der gut eineinhalb Minuten Vorsprung vor Mekuant Ayenew (2:10:05) hatte. Samuel Getachew Demie wurde Dritter mit 2:12:38 vor den Kenianern Jonathan Yego (2:13:18), Isaac Arusei (2:13:23) und Wilfred Kigen (2:13:41).

Nach mehreren Anläufen hat Hannover nun endlich auch einen standesgemäßen Frauen-Streckenrekord unter 2:30 Stunden: Olena Burkovska (Ukraine) verbesserte die alte Marke (2:30:17) gleich um mehr als drei Minuten auf 2:27:07. Die 31-Jährige, die mit einer Bestzeit von 2:28:31 nach Hannover gekommen war, hatte die Halbmarathonmarke nach 1:13:49 Stunden erreicht. Zu diesem Zeitpunkt lief sie zusammen mit Marta Megra (Äthiopien), der Debütantin Edinah Kwambai und Agnes Cheserek (beide Kenia). Als Burkovska kurz vor der 30-km-Marke (1:44:34) das Tempo erhöhte, konnte keine mehr mithalten. „An diesem Punkt wusste ich, dass ich den Kursrekord und eine persönliche Bestzeit erreichen würde. Beides war mein Ziel“, sagte Olena Burkovska.

Edinah Kwambai lief ein gutes Debüt in der Wärme und wurde mit 2:29:49 Zweite. Ihr folgten Marta Megra (2:31:05) und Agnes Cheserek, die am Ende einbrach und nach 2:39:36 ins Ziel kam.

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