Zu viel des Guten

Wie sich ein Burnout beim Läufer entwickelt

Wenn sich der Läufer ausgebrannt fühlt, dann empfindet er über einen längeren Zeitraum eine Leere und läuft ohne Energie seine Runden. Ein starker Leistungsabfall ist zu verzeichnen. Oftmals wird ein Burnout zu spät erkannt, weil es schleichend kommt. Ausgebrannt ist man nicht von heute auf morgen – die Erschöpfung ergreift allmählich Besitz von einem. Eine Weisheit besagt: Wer ausbrennt, muss einmal entflammt sein. Wissenschaftler gehen von folgenden Hauptstadien aus:

1. ENTHUSIASMUS
Am Anfang steht ein verstärktes Engagement und erhöhte Leistungsfähigkeit. Der Läufer wirkt aktiv, dynamisch und kann Unglaubliches leisten.

2. WARNSIGNALE
Danach folgt eine Phase, in der die ersten Warnsignale auftreten, aber vom Sportler ignoriert werden. Dies sind unter anderem ein erhöhter Ruhe- und Belastungspuls, ein erhöhter Blutdruck im Ruhezustand, Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verdauungs­probleme, Gewichtsveränderungen sowie eine gesteigerte Infekt- und Verletzungsan­fälligkeit. Außerdem können Depressivität, Erholungs­unfähigkeit und Minderwertigkeitsgefühle auftreten.

3. FRUSTRATION
Im Anschluss daran reagiert der Läufer mit einem Rückzug aus der gewohnten Tätigkeit. ­Immer wieder werden neue Aus­reden gesucht. Es kommt zu ­einer „inneren Kündigung“, Sarkasmus und Ironie gegenüber dem ursprünglich geliebten Laufen.

4. BURNOUT
Den Abschluss des Teufelskreises bildet schließlich ein Zustand völliger psychischer und physischer Erschöpfung. Der Läufer kann nicht mehr und bedarf fremder Hilfe.

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