Zu viel des Guten

Was versteht man unter Burnout?

Der Begriff wurde in den Siebzigerjahren von dem US-amerikanischen Psycho­analytiker Herbert Freudenberger geprägt, der damit eine Erschöpfung auf psychischer, phy­sischer und emotionaler Ebene bezeichnete.

Diagnostiziert wurde das Burnout-Syndrom vor 30 Jahren hauptsächlich bei Menschen in anspruchsvollen Sozialberufen. In den Neunzigerjahren galt das Burnout als typische Managerkrankheit. Heute weiß man, dass das „Ausgebranntsein“ jeden treffen kann – engagierte Hausfrauen und Mütter, dynamische Unternehmer, aber auch Sportler.

Besondere Vorsicht ist bei einem chronischen Burnout geboten. Symptome sind eine starke körperliche Erschöpfung über ­einen längeren Zeitraum, Probleme mit der Konzentration und Aufmerksamkeit, verringerte Antriebskraft und eine depressive Stimmungslage. Als physiologische Ursachen kommen in Frage: ein veränderter Stresshormonhaushalt, eine Verschiebung bei der Zusammensetzung der weißen Blutkörperchen und eine zentrale Ermüdung im Gehirn.

Der Weg aus dem chronischen Burnout kann langwierig und schwierig sein. Hilfreich sind dabei ein intaktes Familienleben, gute Freunde und die Änderung der Lebensweise. Oftmals ist auch professionelle psychologi­sche Hilfe angeraten.

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