Wie Sie sich vor Umknicken schützen können

Ungeduld wird bestraft

Eine komplette Ausheilung dauert zwar lange, das Warten zahlt sich aber aus.

Umknicken

Bild: Marcos Chin

Wenn das Umknicken aber nun doch mal passiert, trotz aller Präventionsmaßnahmen, kommen im Rahmen der bekannten PECH-Regel – also Pause, Eis, Compression und Hochlegen – Kompression und Kühlung besondere Bedeutung zu. Andreas Falarzik, Orthopäde und Vereinsarzt des TV Wattenscheid 01, erläutert: „Der Bluterguss muss schnell gestillt und die Schwellung eingedämmt werden. Das beschleunigt den Heilungsprozess und die Regeneration der beschädigten Strukturen enorm.“ Wer beim Laufen stark umknickt, sollte also auf die Heldennummer verzichten und nicht weiterlaufen, sondern am besten eine Abholung organisieren – oder den nächsten Bus nehmen. Schnellstmöglich sollte ein Sportarzt aufgesucht werden, der gegebenenfalls mittels Röntgenbefund knöcherne Verletzungen ausschließen kann, die eventuell operativ behandelt werden müssten.

Von der Schwere der Verletzung hängt auch die Rekonvaleszenzzeit ab. In der ersten Phase sollte begleitend zur fachärztlichen eine physiotherapeutische Betreuung sichergestellt sein. In der Regel helfen in der ersten Woche halbstarre Kompressionsverbände, danach Physiotherapie und insgesamt rund sechs Wochen Laufpause.

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, die ersten Laufmonate nach der Verletzung mit Sprunggelenksbandagen oder Orthesen zu absolvieren. Ungeduld zahlt sich nicht aus: Wer zu früh und zu unüberlegt wieder ins Lauftraining einsteigt, den bestraft die erneute Verletzung im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Fuß.

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