Sonnenbrand vermeiden

Sonnenschutz beim Laufen – UV-Index beachten

Läufer verbringen im Sommer viel Zeit im Freien und setzen ihre Haut stark der Sonne aus. Wir geben Tipps wie Sie Ihre Haut schützen.

Sonnenschutz beim Laufen

Am Wasser und auf reflektierendem Sand ist die UV-Strahlung nochmal viel intensiver, weshalb Sie dort Ihre Haut besonders Schützen sollten.

Bild: iStockphoto.com / nikon401

Läufer lieben den Sommer – er bringt die aktivste und sonnigste Zeit des Jahres. Sie und andere sportlich aktive Menschen verbringen jetzt so viel Zeit wie möglich im Freien. Damit können sie ihre Haut aber leicht überfordern. Denn die Sonne steigert nicht nur das Wohlbefinden beim Laufen. Zu viel UV-Strahlung und Sonnenbrände erhöhen nachweislich das Hautkrebsrisiko. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 224.000 Menschen an Hautkrebs - Tendenz steigend, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

„Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken“, betont Dr. Thomas Jung, Leiter der Abteilung Strahlenwirkungen und Strahlenrisiken im BfS. Das BfS wirbt zusammen mit Ärzten und Wissenschaftlern für einen verantwortlichen Umgang mit der Sonnenstrahlung. „Viele Menschen, vor allem Männer, unterschätzen die Gefahr allzu intensiven Bräunens, viele verzichten sogar auf Sonnenschutzmittel “, sagt Professor Adams. „Bei leichten Verbrennungen ohne Blasenbildung, die auch nur lokal begrenzt sind, reicht es aus, eine kühlende Hautcreme aufzutragen. Bei großflächigen Verbrennungen, starken Rötungen, Schmerzen sowie auch bei einhergehendem Kopfweh oder Übelkeit sollte aber unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.“

Besser ist natürlich, wenn Sie Sonnenbrände im Vorhinein vermeiden. Tragen Sie sich vor jeder Einheit gründlich Sonnenschutzmittel auf. In der prallen Sommersonne leidet übrigens nicht nur die Haut, sondern auch das Gehirn. Kopf und Nacken können sich derart aufheizen, dass die Hirnhäute wie bei einer Entzündung reagieren. Betroffene sind benommen, haben Kopfschmerzen und müssen manchmal erbrechen. Sie haben oft einen steifen Nacken, der Kopf ist knallrot, während sich der übrige Körper eher kalt anfühlt. „Dann bitte sofort in den Schatten und Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen“, rät der DIVI-Sektionssprecher. „Eispackungen sind ungeeignet, da sie den Kreislauf zu sehr belasten. Kühle, aber nicht eiskalte Getränke helfen ebenfalls.“ Nur wenn sich die Beschwerden dann nicht bessern, sollte man einen Arzt aufsuchen. Sofort den Notarzt rufen muss man allerdings bei einem Hitzschlag. Die typischen Symptome: Krämpfe, fehlende Schweißbildung sowie Bewusstseinstrübung und Schock.

Läufer und Freizeitsportler, die tagsüber im Büro sitzen und die Sommerwochenenden nutzen, um an Laufveranstaltungen teilzunehmen, lang zu laufen oder länger sportlich aktiv sind, sind besonders gefährdet. Ihre Haut ist nicht an die plötzlich so hohe Sonneneinstrahlung gewöhnt.

Eine wichtige Hilfe für den richtigen Sonnenschutz ist die Vorhersage des UV-Index. „Sie zeigt an, wie stark die UV-Strahlung im Laufe des Tages wird. Am UV-Index lässt sich einfach ablesen, wie hoch das Sonnenbrandrisiko ist und wie ich mich am besten vor der Sonne schütze“, erläutert Jung.

Zur aktuellen UV-Prognose des BfS

Der UV-Index oder auch UVI ist ein Maß für die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke, die von der Sonne während des Tages auf einer horizontalen Fläche hervorgerufen wird. Er kann Werte zwischen 1 und 12 annehmen. Ein UV-Index von 12 wird am Äquator bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe erreicht, in Deutschland treten im Sommer UVI-Werte bis 8 auf, in den Alpen können sie auch höher sein.

Empfohlende Schutzmaßnahmen
Bei einem niedrigen UV-Index von 0 - 2 sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich.

UV-Indizes von 3 bis 5 entsprechen einer mittleren Belastung, UV-Indizes von 6 und 7 einer hohen Belastung. In beiden Fällen sollten Sie die Sonne in den Mittagsstunden meiden und vor allem bei längeren Läufen luftige und nicht zu knappe Kleidung, eine Kappe und eine Sonnenbrille tragen. Unbedeckte Haut mit Sonnenschutz eincremen. Faustformel: Wählen Sie mindestens einen doppelt so hohen Lichtschutzfaktor wie den aktuellen UV-Index.

Ein UV-Index von 8 oder höher steht für eine sehr hohe Belastung. Das BfS rät hier zu erweiterten Schutzmaßnahmen; so sollten Sie auf jeden Fall Schatten aufsuchen und unbedingt entsprechende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen. Unbedeckte Haut muss mit Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor eingecremt werden: Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens doppelt so hoch sein wieder der UV-Index. Während der Mittagsstunden sollte sogar auf den Aufenthalt draußen verzichtet werden.

Fünf Tipps zum Sonnenschutz
1. Weite, bequeme Kleidung schützt besser als Sonnencreme.
2. Tragen Sie eine Kopfbedeckung zum Schutz von Kopf und Gesicht.
3. Sonnenbrillen sollten den Hinweis "100 Prozent UV-Schutz" oder "UV 400" tragen. Je enger die Brille seitlich am Kopf anliegt, desto besser schützt sie auch vor UV-Strahlen. Hier stellen wir geeignete Läufer-Sonnenbrillen vor.
4. Alle unbedeckten Hautflächen großzügig und regelmäßig mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen (mindestens doppelter UV-Index).
5. Mittags-Sonne meiden und im Schatten oder im Haus bleiben.

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