Zu viel des Guten

So vermeiden Sie den Trainingskollaps

Damit es garnicht erst zu einem Burnout kommen kann, sollten Sie sich stets an die nachfolgenden fünf Trainingsgrundsätze halten.

1. Das Laufen muss Spaß machen. Damit es dauer­haft Freude macht und als Ausgleich für andere Belastungen dient, ist es wichtig, sich realisierbare Ziele zu setzten.

2. Studien belegen, dass bei einer normalen Arbeits­woche und einem intakten Familienleben höchstens eine Trainingszeit von 15 Stun­den pro Woche durchzuhalten ist. Meistens ist selbst das schon zu viel. Wird das Training übertrieben, erreichen wir ­keine Leistungssteigerung, sondern genau das Gegenteil.

3. Wenn der Stress im beruflichen oder familiären Umfeld zunimmt, dann sollte das Training reduziert werden. Keine Sorge: In zwei ruhigen Trainingswochen verliert man noch lange nicht seine mühsam aufgebaute Kondition. Der Läufer sollte sich einfach auf die Kerneinheiten einer Trainingswoche konzentrieren. Dadurch wird man in der Regel zwar nicht schneller, aber man erholt sich und behält die Form, damit nach der Stressphase wieder voller Elan mit dem Training fortgefahren werden kann. So sollte der Läufer auch im Urlaub verfahren. Jeder Mensch braucht Erholung. Deshalb darf auf Freizeit nicht verzichtet werden.

4. Jeder Läufer sollte ­seine Trainingssaison gut im Voraus planen. Bis zum gesteckten Ziel – meist ein großer Wettkampf – sollte in einem Kalender jeder Urlaub, jede berufliche Verpflichtung und jeder Testwettbewerb vermerkt werden. So kann eine zu starke parallele Belastung vermieden werden.

5. Auch außerhalb des Trainingsalltags und des Berufslebens sollte der Läufer sein Leben genießen. Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen ist ein wichti­ger Bestandteil der Regeneration. Es hilft abzuschalten und nimmt einen Teil vom sportlichen Erfolgsdruck. Damit wird die Gefahr einer chronischen Ermüdung reduziert.

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