Risiken und Nebenwirkungen

So können Sie vorbeugen

Natürlich gibt es Antiallergika. Aber mal ehrlich, besser wäre es, wenn man sie gar nicht erst bräuchte.

Laufen im Frühling

Bild: iStockphoto.com / kristian sekulic

Auch wenn’s schwer ist: Um die durch Allergien verursachte körperliche Beeinträchtigung auf ein Minimum zu reduzieren, sollte man die entsprechenden Auslöser möglichst meiden. Das heißt: Wer als Läufer unter Heuschnupfen leidet, sollte in den Hochphasen des Pollenflugs möglichst wenig in Parks und Wäldern trainieren und sich alternative Laufstrecken suchen. Nach Trainingseinheiten im Freien muss sich der Körper von der allergenen Belastung erholen. Duschen Sie deshalb direkt nach dem Lauftraining, um die Pollen aus den Haaren und von der Haut zu spülen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Wohnung möglichst allergenfrei bleibt, und lassen Sie die Fenster tagsüber geschlossen.

Bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollte man bestimmte Lebensmittel aus seinem Ernährungsplan streichen. Allerdings empfiehlt sich zur Vermeidung von Mangelerscheinungen eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Ersatzdiät. In akuten Fällen helfen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie auch bei Heuschnupfen-Symptomen in Apotheken erhältliche Antihistaminika, Augentropfen und Nasensprays. Wenn Sie wissen, dass Sie auf bestimmte Allergene mit anaphylaktischen Symptomen reagieren, sollten Sie stets ein Notfall-Set mit sich führen.

Insbesondere für Läufer mit Insektengiftallergien kann ein Adrenalin-Selbstinjektor lebensrettend sein, da Insektenstiche bei Allergikern häufig schwere allergische Reaktionen auslösen. Betroffene müssen daher beim Training im Freien besonders aufpassen, denn Schweiß lockt Insekten zusätzlich an. Laufen Sie nicht barfuss über Wiesen und achten Sie darauf, dass Ihre Haut möglichst vollständig mit Kleidung bedeckt ist. Auch auf Parfüms und parfümierte Kosmetika sollte man vor einem Lauf besser verzichten, denn die darin enthaltenen Duftstoffe wirken ebenfalls anziehend auf Insekten.

Wie Sie sich als Läufer am besten vor Allergien schützen:

1. Lassen Sie einen Allergietest durchführen. Wenn Sie wissen, auf welche Allergene Sie reagieren, sollten Sie diese meiden. Dies gilt auch für Nahrungsmittel.

2. Informieren Sie sich am Trainingstag, welche Pollen gerade besonders stark herumfliegen. Achtung: Wind begünstigt den Pollenflug. Nehmen Sie gegebenenfalls präventiv Antiallergika ein und seien Sie mit dem Laufen etwas zurückhaltender.

3. Meiden Sie bei Problemen mit Gras- und Blütenpollen Wiesen, Äcker und Mischwälder und gehen Sie stattdessen lieber in Nadelwäldern laufen.

4. Sofern Sie keine Probleme mit Schimmelpilzsporen haben, sollten Sie bei Regen trainieren, denn dieser vermindert den Pollenflug.

5. Laufen Sie sich bei Ihrem Training erst sehr langsam warm und steigern Sie das Tempo nach und nach. Laufen Sie im Niedrigpulsbereich und meiden Sie anaerobe Läufe unter Belastung.

6. Duschen Sie unmittelbar nach dem Training, um die aufgenommenen Pollen aus den Haaren und von der Haut zu spülen. Halten Sie die Fenster in Ihrer Wohnung geschlossen, so dass Sie sich nach dem Training in einer möglichst allergenfreien Umgebung vom Ausflug ins Freie erholen können.

7. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie aufgrund einer Erkältung an den Atemwegen erkrankt sind, denn Atemwegsinfekte können Allergien verschlimmern.

8. In Problemzeiten und vor großen körperlichen Belastungen wie Wettkämpfen sollten Sie präventiv Antiallergika einnehmen, um das Histamin zu blockieren, das die Symptome auslöst. Lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Arzt oder in der Apotheke beraten.

Weiterlesen

Seite 3 von 4
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Hyposensibilisierung als Langzeittherapie


Laufen im Frühling: