Kleine Laufverletzungen

So heilen kleine Wunden ohne Narben

Meist ist der Schreck schlimmer als die Wunde. So heilen kleine Laufverletzungen schneller und ohne Narben.

Erste Hilfe bei Läuferbeschwerden

Halb so schlimm - richtig behandelt bilden sich bei kleinen Laufverletzungen keine Narben.

Bild: iStockphoto.com / mcech

Es genügt schon eine kleine Unachtsamkeit beim Laufen, ein rutschiges Blatt oder eine Bodenwelle – und prompt ist es passiert. Erfahren Sie hier, wie Wunden heilen, wie Sie kleine Wunden selbst behandeln können, wann die Arztpraxis die nächste Anlaufstation sein muss und warum und wie Narben gepflegt werden sollten.

Selbst verarzten oder zum Doktor?
Kleine Schürfwunden kann man im Normalfall und bei ausreichendem Impfschutz (Tetanus) selbst behandeln. Entfernen Sie kleine Fremdkörper wie Steinchen oder Sand, indem Sie vorsichtig kaltes Wasser über die Wunde laufen lassen, notfalls aus Ihrer Trinkflasche. Tupfen Sie mit einem sauberen Taschentuch die Wunde trocken und kleben Sie ein Pflaster (gehört in jede Laufjacke!) drauf. Für Menschen mit sensibler Haut empfehlen sich hypoallergene Produkte. Biss-, Quetsch-, Riss- und Platzwunden gehören dagegen grundsätzlich in ärztliche Behandlung, da Laien das Ausmaß der Verletzung nicht einschätzen können. Es besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, die lebensgefährlich sein kann! Alarmsignale sind Schwellungen, Rötungen, heiße, pochende Schmerzen und starke Blutungen. Wichtig: Legen Sie einen sterilen Verband oder ein sauberes Taschentuch an und suchen Sie direkt einen Arzt auf.

So entstehen Narben
Bei einer Verletzung tritt der körpereigene Reparaturdienst in Aktion. Er ersetzt die abgestorbenen Zellen durch kollagenreiches Bindegewebe. Das Problem: Oft kommt es hierbei zu einer Überproduktion, die in einer wulstigen oder sogar wuchernden Narbe enden kann. Die fehlenden Pigmentzellen (Melanozyten) am Wundverschluss führen außerdem zu sichtbaren Rötungen. Verstärkt werden können diese Negativ-Effekte durch Übergewicht, Nikotin, Diabetes und genetische Faktoren.

Die richtige Behandlung
Doch es gibt auch gute Nachrichten: Mit der richtigen Pflege und Behandlung verlieren viele Narben ihren Schrecken. Wichtig dabei ist, Geduld zu beweisen! Je konsequenter nach dem vollständigen Wundverschluss gecremt, massiert und therapiert wird, desto besser fällt das Ergebnis aus. Gerade eine vorsichtige Massage mit Narben-Gels verbessert die Struktur und sorgt dafür, dass das Wundmal nicht erstarrt. Das zahlt sich vor allem an den Körperstellen aus, an denen die Narbe durch Bewegung spannen würde, zum Beispiel an Armbeugen und Knien.

Sanfte Hilfe aus der Natur
Tinkturen, Umschläge oder Teilbäder mit Wassernabelkraut können sich positiv auf die Narbenbildung auswirken. Die asiatische Pflanze hat eine antibakterielle, entzündungshemmende und antibiotische Wirkung.

Narbensalbe und Gele mit Silikon
Silikon spielt bei der Behandlung von Narben eine immer größere Rolle. Und das aus gutem Grund: Silikon ist luft-, aber nicht wasserdurchlässig. Pflaster, Folien und Gele können so für eine erhöhte Feuchtigkeitsbildung rund um die Wunde sorgen. Dadurch entsteht weniger Kollagen, und die Narbe wird flacher und weicher.

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