Endorphine nachgewiesen

Runner's High beim Laufen existiert

Erstmals bewiesen Wissenschaftler, dass beim Laufen tatsächlich Endorphine im Gehirn freigesetzt werden: Das Runner's High gibt es wirklich.

Runner's High

Jetzt ist es amtlich: Laufen macht glücklich. Deutsche Wissenschaftler wiesen das Runner's High wurde nach.

Bild: iStockphoto.com / Skynesher

Deutschen Forschern ist es gelungen, das Runner's High sichtbar zu machen, jenes Hochgefühl nach langen Läufen, von dem viele Jogger schwärmen. Henning Boecker von der Universitätsklinik Bonn und Thomas Tölle von der Techni­schen Universität München unter­suchten zehn Athleten jeweils vor und nach einem zweistündigen Lauf in einem Positronen-Emis­sions-Tomografen (PET).

Sie setzten dazu einen radioaktiven Marker ein, der im Gehirn an Opiatrezeptoren andockt und dabei in Konkurrenz zu körpereigenen Endorphi­nen tritt. Der Vergleich der PET-Aufnahmen zeigte, dass der Marker nach dem Lauf deut­lich seltener die Opiatrezeptoren blockierte. Die Ausschüttung fand vorwiegend in Bereichen des Frontallappens der Großhirnrinde und des sogenannten limbischen Systems statt. Beide Gehirnregionen spielen eine Schlüsselrolle für die Verarbeitung von Emotionen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass das Gehirn der Athleten vermehrt Endorphine ausschüttete, die den Marker verdrängten. Der Bonner Mediziner Henning Boecker bestätigt: „Damit haben wir nun erstmals Belege dafür finden können, wo und in welchem Ausmaß bei Ausdauerbelastungen Endorphine im Gehirn freigesetzt werden."