Laufen in der Schwangerschaft

Nach der Geburt

Tipps für danach
Nach der Entbindung stellt sich die Frage, wann die junge Mutter wieder sportlich aktiv sein kann. Dies ist individuell sehr unterschiedlich und muss im Einzelfall abgeklärt werden, auch bzw. am besten mit dem Arzt. Es gibt Gründe, die dafür sprechen, mit dem Beginn eines Lauftrainings noch zu warten:

- Gewichtszunahme. Dies bedeutet für den Sehnen- und Bandapparat eine Zusatzbe­las­tung. Erst bei einem Körpergewicht von maximal einem Prozent über Normalgewicht (vor der Schwangerschaft) sollten Sie wieder mit dem Laufen beginnen.

- Schmerzende Brüste oder Brustwarzen. Still­probleme jeglicher Art sind nervenaufreibend für Mutter und Kind.

- Probleme mit der Naht nach einem Dammriss oder -schnitt.

- Ungenügend gestärkte Beckenbodenmuskulatur.

- Schmerzen in der Leiste beziehungsweise Hüfte, die beim Gehen oder Laufen auftreten. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Stabilität des Beckens und des Rumpfes noch nicht ausreichend ist und weitere Rück­bil­dungs­­übungen notwendig sind.

Wiedereinstieg ins Laufen
Der Aufbau der körperlichen Form sollte zu­nächst über die Rückbildung und Kräftigung der Muskulatur erfolgen, bevor das Lauftraining wieder aufgenommen wird. Im ersten Monat gilt die Konzentration aus­schließlich der Kräftigung, danach stehen zirka drei Monate Walking bzw. ruhige Dauer­läufe (eventuell in Abwechslung mit Walking) auf dem Programm, wobei die Kräftigung weiterhin eine wichtige Rolle spielt.

Für ambitioniertere Läuferinnen gilt: Nach vier Monaten sollten Sie so weit sein, dass auch flottere Dauerläufe und Fahrtspiele möglich sind. Es scheint realistisch, in einem halben Jahr einen körperlichen Zustand zu erreichen, der dem vor der Schwangerschaft entspricht. Aber es ist eher realistisch, dass es länger dauert.

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