Runner's High

Mehr Endorphine bei Fortgeschrittenen

Bei Anfängern ist die Endorphinprokuktion noch nicht in vollem Gang. Vom Glückhormon profitieren sie erst nach zwei Monaten Training.

Laufen im Frühling

So macht Laufen auch ohne Endorphine Spaß.

Bild: Urs Weber

Jeder Läufer und jede Läuferin bringt einmal die Zeit des Einstiegs in den Laufsport hinter sich. Jeder von Ihnen hat bereits erlebt, dass das Laufen keineswegs bereits vom ersten Tag an angenehme Gefühle mit sich bringt. Die Begründung für diese Tatsache könnte durchaus bei den Endorphinen liegen. Die Produktion der Endorphine setzt sich nämlich keinesfalls sofort mit dem Einstieg in den Laufsport mit voller Intensität in Gang. Erst im Verlaufe von mindestens zwei Monaten Training findet man bei zunächst Untrainierten eine Erhöhung der Endorphinkonzentration im Blut.

Aus wissenschaftlicher Sicht wird in Frage gestellt, ob eine Laufsucht tatsächlich auf die Wirkung der Endorphine zurückzuführen ist. Obwohl nämlich das künstliche Morphin eine ausgeprägte suchtauslösende Wirkung hat, ist das Suchtpotential der körpereigenen Endorphine deutlich geringer. Der Grund liegt darin, dass die Endorphine fast unmittelbar nach ihrer Wirkung am Rezeptor bereits wieder abgebaut werden. Bei medikamentös verabreichten, künstlich hergestellten Endorphinen finden sich übrigens dieselben suchtauslösenden Wirkungen wie beim Morphin, da der biochemische Abbauvorgang nicht im selben Maße ausgelöst werden kann.

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Was sind Endorphine?