Positive Wirkung durch Sport

Lauftipps für Schwangere

Schwangerschaft bedeutet nicht zwangsläufig Verzicht aufs Laufen. Was Sie beim Training beachten sollten.

Wenn zur Freude am Laufen die Freude auf ein Baby hinzukommt, fragen sich viele sportliche Frauen, ob sie ihr liebgewonnenes Hobby weiter ausüben dürfen. Die Antwort lautet heutzutage glücklicherweise ja. Sie dürfen nicht nur, Schwangere sollen sich sogar sportlich betätigen. Allerdings wenden sich diese Zeilen ausschließlich an Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft sportlich aktiv waren.

Da jede Schwangerschaft so individuell ist wie das Baby, das nach neun Monaten zur Welt kommt, ist Körpergefühl gefragt. Manche Frauen fühlen sich fit und können häufig und beschwerdefrei laufen, andere sind müde und schlapp oder leiden unter Übelkeit und Kreislaufbeschwerden. Hören Sie auf Ihr Gefühl. Bewegen Sie sich genau so viel, wie es Ihnen Freude bereitet und wie Sie sich wohl fühlen.

Ein paar Dinge sollten Sie jedoch bedenken, wenn Sie Ihrem Hobby weiterhin nachgehen möchten. Denn bereits nach den ersten Wochen der Schwangerschaft lohnt sich ein kritischer Blick auf die gewohnte Laufausrüs­tung. Der Büstenhalter sollte den neuen Gegebenheiten unbedingt angepasst sein. Auch Frau­en, die bisher eine kleine Brust hatten, machen in der Schwangerschaft häufig die Erfah­rung, dass die Brust schon in den ersten Wochen deutlich größer, schwerer und empfindli­cher wird. Das Spannungsgefühl lässt zwar meist nach den ersten drei Monaten nach, die Brust wächst aber oft bis zum Ende der Schwan­gerschaft weiter. Daher lohnt sich bereits in den ersten Monaten der Schwangerschaft die Investition in einen gut sitzenden, stabilen und trotzdem bequemen Sport-BH, der genügend Halt bietet und sich auch zum Laufen oder Walken gut eig­net.

Bewegung ist auch während der Schwangerschaft angesagt.

Bild: RapidEye / iStockphoto.com

Neben dem BH sollten alle Läuferinnen ihr Schuhwerk zu Beginn der Schwangerschaft noch einmal kritisch unter die Lupe nehmen. Sehnen und Bänder werden durch die Hormonumstellung lockerer und dehn­barer. Folge: Ihre Lauf- bzw. Walkingschuhe sollten (auch aufgrund des zunehmen­den Körpergewichtes) optimal gedämpft sowie auf mögliche Fußfehlstellungen abgestimmt sein (Überproniererinnen aufgepasst). Achten Sie auch darauf, dass der Schuh groß genug ist, da die Füße in der Schwangerschaft etwas größer werden können (Faustregel: einen Daumen breit Platz nach vorne, wenn Sie stehen).

Ein kritischer Blick könnte Ihre Sportbekleidung betreffen. Wenn der Bauch größer wird, sind einteilige Laufanzüge oft eine bequeme Alternative, da kein störender Bund drückt. Wichtig ist vor allem: Die Kleidung sollte nicht einengen und für eine gute Luftzirkulation sorgen, um eine gefährliche Überhitzung des Fötus zu vermeiden.

Wer darf laufen?
Frauen, die schon bisher gelaufen sind, deren Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft und bei denen der Arzt kein Frühgeburtsrisiko festgestellt hat. Oberste Priorität sollte das Urteil Ihres Arztes haben: Er hat das letzte Wort. Gibt er grünes Licht und haben Sie beim Laufen keine Beschwerden, dann laufen Sie. Gönnen Sie sich und Ihrem Körper alles, was gut tut.

Nur kein Zwang
Wenn Sie sich gerade in den ersten drei Monaten zu erschöpft fühlen, zwingen Sie sich nicht zum Laufen. Geben Sie Ihrem Körper das, wonach er verlangt. Wenn er Ruhe möchte, so gönnen Sie sich eine Auszeit. Sie werden sehen, oft kommt die Energie und damit die Lust auf das Laufen nach der ersten großen hor­monellen Umstellung schnell wieder zu­rück.

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