Laufen und Immunsystem

Laufen schützt gegen Infekte

Laufen und Joggen stärkt die Körperabwehr gegen Infektionen, das ist wissenschaftlich erwiesen. Aber wie so oft kommt es auf das richtige Maß an.

laufen und Immunsystem

Laufen schützt gegen Infekte, man darf es nur nicht übertreiben.

Bild: Asics

Laufen ist eine Wohltat für Körper und Seele. Ge­rade hat wieder eine franzö­sische Studie gezeigt, dass die Zahl von Erkältungskrankheiten bei einer Gruppe von Sportlern nur halb so hoch war wie bei Inaktiven, die ansonsten aber gesund lebten (Nichtraucher, kein Übergewicht). Doch es kommt auf das Maß an: Zu viel Training kann die Abwehrkräfte schwächen.

Das optimale Laufpensum gegen Infektionen

Kürzlich veröffentlichte Untersuchungen der University of California, Berkeley, haben gezeigt, dass Läufer mit einem Wochenpensum zwischen 20 und 30 Kilometern im Jahresverlauf die geringste Zahl an Er­kältungen hatten. Bis zu einem wöchentlichen Trainingsumfang von 95 Kilometern stieg die Infektionshäufigkeit geringfügig an.

Ab 95 Lauf-Kilometern mehr Erkältungen

Wurden mehr als 95 Kilometer pro Woche gelaufen, nahm die Zahl der Erkältungen sprunghaft zu. Maßvolles Training stärkt also am effektivsten die Immunabwehr.

Die Grafik zeigt deutlich: ab 95 Lauf-Kilometern pro Woche steigt die Infekt-Anfälligkeit steil an.

Bild: RW

Hartes Training steigert die Infekt­anfälligkeit. Aber nicht nur starke körperliche Belastung schwächt das Immunsystem: Schlechte Ernährung und psychischer Stress verstärken noch die negative Wirkung. Durch ausgeglichene Ernährung, eine Verminderung der all­gemeinen seelischen Belastung, ausreichend Schlaf sowie genügend lange Pausen zwischen harten Laufeinheiten lässt sich die Infekt­anfälligkeit senken.

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