Mehr Hirn dank Laufsport

Laufen lässt Gehirnzellen wachsen

Wenige Lauftage reichten aus, um im Gehirn sportlicher Mäuse das Wachstum Hunderttausender neuer Gehirnzellen anzuregen.

Laufen lässt Gehirnzellen wachsen

Spaß macht Laufen sowieso. Und gut fürs Hirn ist es auch.

Bild: iStockphoto.com / kupicoo

Einige wenige Lauftage reichen aus, um im Gehirn das Wachstum Hunderttausender neuer Gehirnzellen anzuregen. Das gilt zumindest für Mäuse, die ein Forscherteam der Cambridge University einem entsprechenden Test unterzogen.

Die neuen ­Zellen entstanden in Gehirnbereichen, die vor allem für das Erinnerungs­vermögen zuständig sind. Die Forscher bildeten im Rahmen der Studie aus einer Mäusepopulation zwei Gruppen. Die Tiere der einen Gruppe hatten permanent Zugang zu einem Laufrad, die anderen nicht. Beide Gruppen wurden dann einem Test unterzogen: Auf einem Bildschirm erschienen zwei Rechtecke. Berührten die Mäuse mit der Nase das linke, gab es ­Futter, berührten sie das rechte, gab es kein Futter. Der Test wurde Tag für Tag wiederholt. Das Ergebnis: Die Forscher stellten fest, dass die „trainierten“ Mäuse sich doppelt so gut wie die untrainierten merken konnten, welches das richtige Rechteck war. Die Mäuse liefen übrigens etwa 24 Kilometer pro Tag im Rad.

Bei der Untersuchung der Mäusegehirne, die im „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ veröffentlicht wurde, stellten die Forscher fest, dass die sportlichen Mäuse während des Experiments im Durchschnitt 6.000 neue graue Zellen pro Kubik­millimeter Gehirn gebildet hatten. Bei den unsportlichen war dagegen keine neue Gehirnmasse nachzuweisen.