Marathon-Mäuse

Länger laufen mit Gentechnik

Genetisch veränderte Mäuse laufen doppelt so lange im Laufrad. Grund: höhere Konzentration eines bestimmten Botenstoffs.

Länger laufen mit Gentechnik

Auf menschliche Marathonläufer ist die Erkenntnis nicht anzuwenden.

Bild: iStockphoto.com / lukelight

US-Forscher der Vanderbilt University School of Medicine in Nashville haben Mäuse genetisch so verändert, dass sie doppelt so lange in einem Laufrad rennen können wie genetisch unveränderte Artgenossen. Dieser Effekt entsteht durch die höhere Konzentration eines Botenstoffs in den Nervenzellen der „getunten“ Mäuse: Der Neurotransmitter Acetylcholin erhöht die Leistungsfähigkeit der Muskeln.

Diese Erkenntnis könnte den Forschern zufolge zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapiemöglichkeiten für nervlich bedingte Muskelerkrankungen führen, schreiben sie in der Zeitschrift „Neurosciense“, Band 171. Darüber hinaus soll Acetylcholin auch bei der Entstehung von Hirnerkrankungen wie Alzheimer eine Rolle spielen.