Astrozyten steuern Atem

Gehirnzellen regulieren die Atmungsaktivität

Astrozyten, sternförmig verzweigte Gehirnzellen, steuern so fundamentale Körperfunktionen wie das Atmen. Das macht diese Zellen zu den wahren Stars des Gehirns.

Astrozyten steuern Atmungsaktivität

Für die richtige Steurung der Atmung sind Astrozyten, sternförmig verzweigte Gehirnzellen, verantwortlich.

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Wer schneller rennt, muss mehr atmen. Doch wie wird die Atmung gesteuert? Forscher haben im Gehirn Zellen entdeckt, die das Blut für dessen Versorgung überwachen – und so die Atmung regulieren. Alexander Gourine und seine Kollegen vom University College London untersuchten die Reaktionen im Gehirn von Ratten bei einer Veränderung des Kohlendioxidgehalts im Blut. Sie stellten in der Zeitschrift „Science “ fest: War der CO2-Wert zu hoch, führte das zu einer deutlichen Steigerung der Astrozyten-Aktivität. Diese Zellen befinden sich an der Gehirnoberfläche zwischen den Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen, und den Nervenzellen. Dadurch sind sie prädestiniert, die Zusammensetzung des Bluts zu bestimmen und jede Veränderung sofort an die Nervenzellen zu melden.

Fehlt etwa wegen körperlicher Aktivität oder anderer Stoffwechselveränderungen Sauerstoff, so steigern die Zellen sofort die Atmungstätigkeit. „Die Tatsache, dass die Astrozyten so fundamentale Körperfunktionen wie das Atmen steuern, macht sie zu den wahren Stars des Gehirns“, sagt Gourine.