Risiken und Nebenwirkungen

Gefährliche Allergien

Das Zusammentreffen verschiedener Faktoren kann zu einer akuten Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems führen.

Pusteblume

Bild: cameraobscura / pixelio.de

Zwar können Läufer mit einer Pollenallergie ihre Trainingseinheiten mithilfe verschiedener Arzneien relativ gut steuern, aber bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten gestaltet sich die Prävention etwas schwieriger. Nicht jeder Läufer weiß aus dem Kopf, bei welchen Lebensmitteln für ihn ein erhöhtes Allergierisiko besteht. Und selbst wenn Unverträglichkeiten bekannt sind, ist die Nahrungsaufnahme nicht immer ungefährlich. Gerade die als besonders gesund geltenden Läufermüslis und Energieriegel können Gefahren bergen, da viele allergieauslösende Substanzen ausgerechnet in Milch, Obst, Getreide und Nüssen zu finden sind. Schon Spuren von Nahrungsmitteln können genügen, um Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen, Nesselsucht, Fieber oder Ohnmacht auszulösen.

Die Kennzeichnung solcher Spuren auf der Verpackung von Nahrungsmitteln ist bislang nicht durch die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LKMV) geregelt. Daher werden viele allergieauslösende Zutaten nur unzureichend deklariert. Angesichts des Risikos besteht hier zweifelsohne Handlungsbedarf. Denn auch Nahrungsmittel können in seltenen Fällen den anaphylaktischen Schock – eine lebensbedrohliche Maximalreaktion des menschlichen Körpers auf bestimmte Substanzen – hervorrufen. Aber auch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren kann zu einer akuten Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems führen, da die Schwelle, ab der der Körper allergisch reagiert, gesenkt wird.

Ein Beispiel: Nimmt ein Läufer über die Nahrung allergieauslösende Substanzen zu sich und geht anschließend hinaus, um zu trainieren, kann diese Kombination ein lebensbedrohendes Herz-Kreislauf-Versagen auslösen. Eine Diagnose dieser Reaktion gestaltet sich im Nachhinein oft als relativ schwierig, da das Umfeld, in welchem die Reaktion stattgefunden hat, nur schwer nachzubilden ist. Nachgewiesen ist allerdings, dass einige Patienten anaphylaktische Symptome genau dann entwickeln, wenn dem Verzehr allergieauslösender Nahrungsmittel eine körperliche Anstrengung folgt.

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