Physiologische Unterschiede

Frauen laufen anders als Männer

Bei Herzschlagvolumen, Hamöglobin und Muskelanteil punkten zwar die Männer - Frauen laufen dafür aber gleichmäßiger und trainieren vernünftiger.

Läuferin

Frauen laufen häufiger um der Gesundheit willen und um eine gute Figur zu erreichen. Und damit liegen sie goldrichtig.

Bild: iStockphoto.com / EHStock

Die Laufzeiten von Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten den Spitzenzeiten der Männer zwar angenähert, doch dass sie diese eines Tages einholen werden, ist unwahrscheinlich. Dies liegt in der Physiologie begründet, denn es gibt kleine, aber ­feine ­Unterschiede zwischen Frau und Mann:

Maximale Sauerstoffaufnahme
Das Herz des männlichen Läufers kann ein größeres Blutvolumen pro Herzschlag pumpen. Dies wiederum erhöht seine maxi­male Sauerstoffaufnahme.

Hämoglobin
Der Gehalt an Hämoglobin ist bei Läufern höher als bei Läuferinnen. Hämoglobin ist der Stoff, der in den roten Blutkörperchen für den Transport des Sauerstoffs zu den Muskeln verantwortlich ist.

Körperfettanteil
Frauen haben einen etwa zehn Prozent höheren Fettanteil als Männer – beim Laufen ist das zusätzlicher Ballast.

Muskelanteil
Der Anteil der Muskulatur ist bei Läuferinnen geringer als bei Läufern. Dadurch sind Frauen weniger stark, dafür aber in der Regel beweglicher als Männer.

Herz und Lunge
Herz und Lunge sind bei Frauen in der Regel kleiner. Das Herz-Kreislauf-System muss allerdings auch weniger Muskelmasse mit Sauerstoff versorgen. Wegen des kleineren Volumens muss das Herz schneller schlagen, weshalb die Pulsfrequenz bei Frauen meist höher ist.

Aus diesen Gründen laufen Frauen daher im Durchschnitt langsamer. Aber sie punkten in anderen Bereichen: Zum Beispiel tendieren Läuferinnen weniger stark dazu, sich zu übernehmen – sprich: sich zu überschätzen – als Männer. Das mag mit der genetischen Disposition der Männer zu tun zu haben, mit Testosteron oder dem archaischen Jagdinstinkt. Tatsache ist aber, dass Läuferinnen ihr Lauftempo vernünftiger dosieren können als ihre männlichen Zeitgenossen. Frauen laufen gleichmäßiger und erreichen ein gewähltes Zeitziel dadurch problemloser.

Frauen laufen aber auch noch aus anderen Gründen, etwa aus gesundheitlichen – verbunden mit dem Wunsch, etwas für die Figur zu tun. Sie berücksichtigen außerdem weitere Gesundheitsfaktoren und kümmern sich allgemein eher um Fitness. Wellness und Yoga etwa sind sportliche Trends, die vor allem von Frauen gelebt werden.

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