Gehirnjogging

Erhöhte Konzentration

Im Jahr 2003 wertete Phillip Tomporowski, Sportphysiologe an der University of Georgia, 43 Studien zu dem Zusammenhang zwischen sportlichem Training und geistiger Leistungsfähigkeit aus. Wie sich herausstellte, stimmte die große Mehrzahl der Untersuchungen in einer Schlussfolgerung überein: „Die kurzfristige Wirkung einer Trainingsbelastung manifestiert sich in einer gesteigerten Konzentrationsfähigkeit und einer geringeren Fehlerquote bei Reaktionstests.“ Manche Studien deuten zudem darauf hin, dass aktive Menschen eher in der Lage sind, konkrete Probleme zu lösen. So zeigte sich in einer der Studien, dass Fußballspieler, denen nach einem Laufbandtraining Dias mit unterschiedlichen Spielsituationen gezeigt wurden, auf die sie ad hoc reagieren sollten, bessere Entscheidungen trafen.

Allerdings ist der positive Effekt von körperlicher Ertüchtigung auf das Denkvermögen schon länger bekannt. So verriet der US-Schriftsteller Henry James bereits 1886 über seinen Roman „Prinzessin Casamassima“: „Die Eingebungen zu der Geschichte kamen mir bei meinen regelmäßigen Spaziergängen durch die Straßen Londons.“ Auch der Dichter Henry David Thoreau („Walden“) war ein eifriger Spaziergänger, und sein literarisches Werk ist eindeutig von seinen täglichen Streifzügen durch die Natur beeinflusst. In einem 1841 erschienenen Aufsatz über das Wandern heißt es: „Meine schriftstellerische Tätigkeit litt darunter, dass ich tagelang auf meine gewohnte Bewegung verzichtete. Es kam mir vor, als hätte ich eine Sünde begangen, die bestraft werden musste.“

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Gesteigerte Kreativität