Schneller wieder fit

Elektrofeldtherapie wirkt gegen Muskelkater

Marathonläufer können ihren Muskelkater durch Anwendung von Magnetfeldtherapie rascher lindern und so schneller ihr gewohntes Bewegungspensum wieder aufnehmen.

Elektrofeldtherapie wirkt gegen Muskelkater

Niedrig pulsierende Magnetfelder helfen überlasteten Muskeln, sich schneller zu regenerieren

Bild: iStockphoto.com/Jan-Otto

Muskelkater zählt zu den häufigsten Beschwerden nach einem Marathonlauf. Unter zeitverzögertem Muskelkater versteht man jene Schmerzen, die meist erst Stunden nach hoher Belastung bestimmter Muskelpartien auftreten. Verursacht werden sie durch Mikrorisse in den Sarkomeren, den kleinsten funktionellen Einheiten im Muskelgewebe. Die Risse entstehen beim Abbremsen von Bewegungen. In diesen Rissen bilden sich Entzündungen, die zusammen mit Wasser Ödeme bilden und den Muskel anschwellen lassen. Werden 12 bis 24 Stunden später Abfallprodukte aus diesen Rissen abtransportiert und treffen dabei auf Nervenzellen, führt das zum typischen Dehnungsschmerz.

Die dänischen Forscher stellten nun fest, dass niedrig pulsierende Magnetfelder überlasteten Muskeln helfen, sich schneller zu regenerieren. Bei der von ihnen getesteten Methode schickt man kurze Magnetimpulse durch verletztes Gewebe, die dort Ströme auslösen und so zur Zellreparatur anregen sollen. „Wir konnten zeigen, dass sich ein späterer Muskelkater bei Marathonläufern durch die pulsierende Elektrofeldtherapie reduzieren lässt“, sagte Studienleiter Prof. Dr. Sten Rasmussen, orthopädischer Chirurg am Aalborg Hospital in Dänemark.

Für die Untersuchung wurden 133 Sportler ausgewählt, die an vier Marathonläufen teilnahmen. Nach einem Lauf erhielten sie ein PEMF-Gerät mit nach Hause. Viermal täglich für je 20 Minuten sollten die Probanden das Gerät an den Tagen nach dem Marathon an der schmerzhaftesten Stelle des Oberschenkels anwenden. Was die Versuchsteilnehmer nicht wussten: Bei jedem zweiten ausgegebenen Gerät war das elektromagnetische Feld deaktiviert, was aufgrund der bei der Methode völlig ausbleibenden Sinnesreize aber nicht erkenntlich war. Somit konnten die Forscher die Wirksamkeit der Anwendung gegenüber der Placebo-Gruppe ermitteln.

Tatsächlich zeigte die Therapiegruppe mit aktivierten PEMF-Geräten deutlich bessere Ergebnisse: Am ersten und am zweiten Tag nach dem Marathon war die Schmerzintensität bei ihnen deutlich niedriger als in der Placebo-Gruppe. Eine Bestätigung lieferten die Laufzeiten am Marathon-Folgetag: Mit pulsierender Magnetfeldtherapie schafften es die Sportler auf durchschnittlich 61 Laufminuten, während dies bei der Kontrollgruppe mit 27 Minuten nicht einmal halb so viel war.