Doping im Freizeitsport

Ein Drittel nimmt Schmerzmittel

Beim Jungfrau-Marathon 1998 wurden 130 Läufer getestet – Ein Drittel hatte Schmerzmittel geschluckt.

Schmerztabletten

Viele Läufer nehmen Schmerztabletten vorbeugend.

Bild: Jens Goetzke / pixelio.de

Auffällig ist, dass insbesondere Sportler mittleren Alters, die ohnehin zu gesundheitli­chen Problemen neigen, gefährdet sind. Das ergab eine Untersuchung, die 1998 im Rahmen des Jungfrau-Marathons durchgeführt wurde. Ein Drittel der 130 getesteten Läufer stand unter dem Einfluss von Schmerzmitteln, auch wenn diese – bis auf eins – nicht auf der Liste der von der World Anti-Doping Agency (WADA) verbotenen Medikamente stand.

Die Einnahme bestimmter Schmerzmittel, wie zum Beispiel Aspirin oder Paracetamol, ist also durchaus legal. Es ist aber fraglich, inwieweit die Leistung eines Läufers seinen realen Fitnessstand widerspiegelt, wenn dieser zuvor seinen Körper derart beeinflusst hat.

Dennoch gaben sechs Prozent der RUNNER’S-WORLD-Leser in einer Umfrage an, sie würden vor einem Wettkampf prinzipiell Medikamente zur Schmerzbekämpfung nutzen. Weitere acht Prozent nutzen sie regelmäßig, um Beschwerden vorzubeugen oder Schmerzen zu lindern. Erschreckend ist, dass fast ein Viertel der Befragten die Einnahme leistungssteigernder Präparate nicht generell ablehnt. Und 14 Prozent der Befragten gaben sogar an, sie würden bedenkenlos dopen, wenn dies pro­blemlos möglich wäre.

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