Gesundheitsrisiko Sitzen

Dauersitzen erhöht das Risiko von Fettleibigkeit

Wer viel und lange sitzt, erhöht sein Risiko für Fettleibigkeit erheblich. Das hat eine aktuelle Studie unter Führung der amerikanischen Krebsgesellschaft erneut verdeutlicht.

Sitzen erhört Risiko für Fettleibigkeit

Um Übergewicht vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig beim Arbeiten aufstehen.

Bild: iStockphoto.com / skynesher

Die Wissenschaftler der amerikanischen Krebsgesellschaft kommen zu der Erkenntnis, dass Dauersitzen in Verbindung mit einem erhöhten Körperfettanteil steht. Dies gelte gleichermaßen für Frauen und Männer.

Bereits ein Viertel des Tages im Stehen zu verbringen könne das Risiko von Fettleibigkeit verringern. So zeigt die Studie, dass das Erkrankungsrisiko durch vierteltägiges Stehen bei Männern um 32 Prozent gesenkt wird, bei Frauen um 35 Prozent. Für die in dem Journal "Mayo Clinic Proceedings" veröffentlichte Studie wurden 7.075 Patienten zwischen 20 und 79 Jahren zu ihrem täglichen Bewegungs- und Stehverhalten befragt. Im Anschluss wurden Körpermasse-Index, Körperfettanteil sowie Bauchumfang der Studienteilnehmer gemessen.

Regelmäßiger Wechsel zwischen Sitzen und Stehen

Bereits frühere Studien haben eine Verbindung zwischen dauerhaftem Sitzen und Gesundheitsrisiken wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder Krebserkrankungen nachgewiesen. Experten empfehlen deshalb einen regelmäßigen Wechsel zwischen Sitzen und Stehen im Alltag. Mindestens zwei Stunden der gesamten Arbeitszeit sollten im Stehen verbracht werden. Acht Stunden im Sitzen zu verbringen, kann laut den Experten auch nicht durch Sport nach der Arbeit wieder gut gemacht werden. Regelmäßige Pausen mit Bewegung oder Steharbeitsplätze seien die bessere Lösung. Zusätzliche körperliche Aktivität im Alltag beugt Übergewicht am besten vor, sagen die Studienleiter.