Laufen in der Kälte

Das raten die Experten

Kalte Ohren sind beim Lauf nicht nur unangenehm, sie erhöhen durch mangelnde Durchblutung auch die Infektionsgefahr.

Duisburg Starter mit Mützen

Sehr vorbildlich mit Mütze sind diese Läufer bei der Winterlaufserie Duisburg 2013.

Bild: Heinz Schier

Die Ohren sollten in der kalten Jahreszeit immer warm gehalten werden (Mützen, Stirnbänder, Ohrenschützer, gute Skihelme), denn dadurch bleiben die Schleimhäute gut durchblutet und können sich besser gegen Erreger wehren. Die Infektionsgefahr (z.B. Mittelohrentzündung) wird reduziert. Außerdem beugt man Kälteschmerzen und Erfrierungen an der Ohrmuschel vor.

  • Keinen Schutz vor Kälte bietet Watte in den Ohren. Ganz im Gegenteil: Diese kann sogar Gehörgangsentzündungen hervorrufen. Durch die Watte wird der Gehörgang nur schlecht belüftet, was ein feuchtwarmes Milieu schafft, in dem sich Erreger gut entwickeln können.

    Weitere Tipps im Überblick:
  • Nach dem Duschen, dem Schwimmbad- oder Saunabesuch sollte der Gehörgang immer möglichst gut getrocknet werden - am besten vorsichtig mit dem Fön - bevor es hinaus geht.
  • Bei Ohrinfektionen (z.B. Mittelohrentzündung) sollte der Haus- oder HNO-Arzt aufgesucht werden. Unbehandelt können sie zu größeren Schädigungen führen.
  • Leichte Kälteschäden der Ohrmuschel sind zwar schmerzhaft, gehen jedoch in einem normal beheizten Raum meist von alleine wieder weg. Leichtes Massieren der Ohren, um den Blutstrom in Gang zu bringen, kann das Aufwärmen unterstützen. Auf keinen Fall sollte heißes Wasser zum Einsatz kommen!
  • Bei stärkeren Erfrierungen sollte unmittelbar ein Arzt aufgesucht werden.
  • Ohrringe sollten bei längeren Aufenthalten in der Kälte heraus genommen werden. Metall nimmt Kälte schnell auf und kann die Körperstellen, mit denen es in Kontakt ist, besonders rasch auskühlen.
  • Um die Durchblutung anzuregen, sollte besonders in der kalten Jahreszeit auf gesunde Ernährung und viel Bewegung geachtet werden. Dies kommt auch der Ohrengesundheit zugute.

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