Blog: Lauflabor

Wann und was essen Eliteathleten?

Eine Feldstudie offenbart Häufigkeit sowie Zusammensetzung der Mahlzeiten und Snacks von Hochleistungssportlern.

Sandwich

Von den Essensgewohnheiten der Profis lernen.

Bild: iStockphoto.com / creacart

Nur weil ein Eliteathlet etwas tut, bedeutet das noch lange nicht, dass dies nachahmenswert ist. Wenn Basketballer Shaq O’Neill und sein dummes PowerBalance-Armband uns eines lehren, dann das. Und doch, wenn wir nach brauchbaren Mustern suchen, schadet es nicht, mal anzuschauen, was die Profis machen.

Im International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism veröffentlichen Forscher von der Universität Calgary die gesammelten Ergebnisse einer dreitägigen Erhebung des Ernährungsprogramms von 324 kanadischen Sportlern aus Nationalmannschaften verschiedener Sportarten.

In der folgenden Grafik ist der Prozentsatz der täglichen Kalorienaufnahme durch drei Hauptmahlzeiten und drei Zwischenmahlzeiten (AM = Morgenimbiss, PM = Nachmittagsimbiss, HS = Abendimbiss)dargestellt. Die drei Kategorien rechts beziehen sich auf verschiedene Altersgruppen. Was mir direkt ins Auge springt, ist, dass die Athleten eine ziemlich bedeutende Kalorienmenge - ungefähr 20 % - direkt zum Frühstück zu sich nehmen. Sie greifen augenscheinlich nicht nur zu einem Muffin und einem Kaffee.

Drei Hauptmahlzeiten nahm jeder der Elitesportler zu sich.

Bild: runnersworld.com

Es ist erwähnenswert (obwohl nicht überraschend), dass eigentlich alle Athleten jeden Tag drei Hauptmahlzeiten zu sich nahmen. Aber nicht alle nahmen auch drei Zwischenmahlzeiten zu sich: 57 % aßen einen Morgenimbiss, 71,6 % einen Nachmittagsimbiss und 58,1 % hatten einen Abendimbiss. Wenn sie nicht trainierten (einige der Sportler hatten während der dreitägigen Erhebung einen Ruhetag eingelegt), naschten sie wahrscheinlich weniger Snacks, doch ihre Hauptmahlzeiten blieben bestehen.

Und wie viel aßen die Elitesportler? Die Männer haben 3.055 Kalorien pro Tag gegessen, während die Frauen 2.391 Kalorien zu sich nahmen. Durchschnittlich erhielten sie 27 % ihrer Kalorien durch Fett, 20 % durch Proteine und 55 % durch Kohlenhydrate. Bedenken Sie, dass die Probanden nicht unbedingt Ausdauersportler waren - die vier häufigsten vertretenen Sportarten waren Fußball, Hockey, Volleyball und Eisschnelllauf. Diese Ergebnisse stehen damit ziemlich im Einklang mit dem, was auch Sporternährungswissenschaftler empfehlen. Natürlich sagt dies grundsätzlich noch nichts über die optimale Nährstoffverteilung aus, da diese Athleten vermutlich auch Rat von Sporternährungswissenschaftlern bekommen haben! Und doch gibt dies zumindest einen interessanten Einblick in die Ernährungsgewohnheiten der Profis.

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