Fastenzeit

Vor-und Nachteile des Fastens

Sport und gesunde Ernährung sind die wichtigsten Grundlagen zur Gewichtsreduktion.

Gemüse

Bild: BettinaF / pixelio.de

Alternativen kennt auch die Fastenbefürworterin Karen Nespethal. Gewicht zu reduzieren sei „eine sehr individuelle Angelegenheit“. Um nur ein paar überschüssige Pfunde loszuwerden, empfiehlt sich natürlich „Sport in Maßen und ohne Suchtfaktor“ sowie eine gesunde Ernährung, die zu einem passt. „Für die einen ist es Rohkost, für die anderen gekochtes Gemüse“, so die Ernährungstherapeutin. Doch wer fasten wolle, um schnell viel Gewicht zu verlieren, dem rät sie, lieber eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wo kommt mein Hunger eigentlich her?“

Vor-und Nachteile des Fastens

Abnehmen
Eine Nulldiät macht dick. Aber die Fasten­zeit bietet durchaus eine gute Gelegenheit, Gewicht zu verlieren, das sich in den vergangenen Monaten auf den Hüften breitgemacht hat. Allerdings sollte man nicht gänzlich auf Nahrung verzichten. Oft genügt es schon, etwas genauer hinzusehen und eine Weile zum Beispiel fettreichen Speisen, Alkohol und Süßig­keiten zu entsagen.

Entschlacken
Der Begriff „entschlacken“ scheint untrennbar mit dem Fasten verbunden zu sein. Die Schlacken sollen für verschiedene Krankheiten verantwortlich sein, und ihre Beseitigung soll folgerichtig das Wohlbefinden steigern. Zwar werden se­­riö­se Stoffwechselforscher schon seit mindestens 20 Jahren nicht ­müde, darauf hinzuweisen, dass in unserem Körper keine „Schlacken“ genannten Abfallprodukte des Stoffwechsels herumirren und aus lauter Lange­weile oder weil sie den Ausgang nicht finden aller­lei Schaden anrichten – von A wie Arthritis bis Z wie Zuckerkrankheit. Dennoch hält sich die irrige Vorstellung bei Fasten­freunden wacker, dass mit den garstigen Schlacken alles Übel aus dem Körper entweicht.

Mentale Neuorien­tierung
Die mit dem Fasten verbundene Umstellung des Alltags kann ein Anlass sein, um über grundsätzliche Dinge in seinem Leben nachzudenken. Nach zwei, drei Tagen fühlt sich der Kopf oft besonders klar an, die Gedanken scheinen an Schärfe und Schnel­ligkeit zu gewinnen. Genießen Sie diesen rausch­ähnlichen Zustand, wenn Sie mögen – gesund ist er allerdings nicht: Er entsteht durch eine drastisch er­­höhte Ausschüttung von Stress­hormonen, denn für Ihren Körper ist Nahrungsentzug nun mal der Super-GAU.

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