Wie viel Flüssigkeit ist nötig?

So trinken Sie richtig

Große Verwirrung herrscht beim Thema Trinken. Mit unseren sechs Trinkregeln machen Sie's richtig

Regel Nr. 1: Die richtige Menge
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eineinhalb bis Liter Flüssigkeit täglich. Läufer schwitzen natürlich mehr als Nichtsportler und haben deshalb einen größeren Flüssigkeitsbedarf. Auch unter Läufern gibt es dabei große Unterschiede. Körpergewicht, Lufttemperatur und Lauftempo sind wichtige Faktoren für den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. Manche Läufer benötigen nur zwei Liter pro Tag, andere mindestens drei – das ist sehr individuell.

Regel Nr. 2: Der Selbsttest
Wie also können Sie feststellen, ob Sie genügend Flüssigkeit zu sich genommen haben? Das ist ganz einfach mit dem Selbsttest: Überprüfen Sie abends Ihr Urin. Ist die Farbe des Urins hellgelb bis wasserfarben, haben Sie in jedem Fall genug getrunken. Ist die Farbe gelb bis dunkelgelb, sollten Sie sich Gedanken machen. Trinken Sie die nachfolgenden Tage unbedingt mehr.

Regel Nr. 3: Bloß keine Panik
Der Irrgalube, die meisten Menschen trinken zu wenig ist hirnrissig. Die Gefahr einer epidemieartigen Dehydrierung der Bevölkerung besteht nicht im Geringsten. Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen und von diesem Irrglauben anstecken. Wenn überhaupt, trinken die meisten Menschen eher zu viel.

Regel Nr. 4: Falsche Symptome
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Erscheinungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockene Haut und Konzentrationsschwäche auf Flüssigkeitsmangel zurückführbar sind. Der Durstmechanismus des Körpers sei exzellent darauf abgestimmt, unsere Flüssigkeitsbilanz stets im grünen Bereich zu halten, meinen Forscher. Glauben Sie also bloß nicht, dass Ihre Kopfschmerzen zwangsweise von einem Flüssigkeitsmangel herrühren. Im Gegenteil: Vertrauen Sie Ihrem Körper, denn wer ein natürloches Körpergefühl hat (und das haben Läufer zum größten Teil), mekrt schon, wann er mal wieder trinken sollte.

Regel Nr. 5: Das Problem der Flüssigkeitsunterversorgung
Während die meisten Menschen ihren Flüssigkeitsbedarf entsprechend ihrer Lebensweise wohl in ausreichendem Maße decken, gibt es jedoch auch unter Sportlern etliche, die fahrlässig wenig trinken. So stellte eine im April 2003 auf dem Kongress der IDEA Health and Fitness Association vorgestellte Studie fest, dass nahezu die Hälfte aller Mitglieder einer großen amerikanischen Fitnesskette bereits vor dem Training dehydriert waren. Achten Sie daher darauf, vor allem an anstrengenden Trainingstagen genug zu trinken.

Regel Nr. 6: Geschlechtsspezifisch trinken
In punkto Schwitzen und Flüssigkeitsbedarf kommen Männer und Frauen von unterschiedlichen Planeten. Da Männer in der Regel schwerer sind, mehr Muskelmasse haben und somit mehr schwitzen, müssen sie auch mehr trinken als Frauen, für die umgekehrt gilt, dass sie wegen des geringeren Flüssigkeitsverlusts ihren Wasserhaushalt schon durch deutlich geringere Trinkmengen wieder ausgleichen können. Aus diesen Gründen liegt der Flüssigkeitsbedarf von Frauen bis zu 30 Prozent unter dem von Männern.

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6 goldene Trinkregeln