Sommerkrankheit Nierensteine

So senken Läufer ihr Harnstein-Risiko

Schmerzhafte Harnsteine treten vor allem in den heißen Monaten auf. Mit diesen Tipps senken Läufer ihr Risiko für Harnsteine und Nierensteine.

Richtig trinken nach dem Laufen

Viel Wasser trinken senkt das Risiko für Nierensteine.

Bild: iStockphoto.com / Berc

Bei sommerlichen Temperaturen freuen sich Läufer nach dem Lauftraining ganz besonders auf ein erfrischendes kühles Getränk. Und das ist auch gut so! Denn an heißen Tagen sollten Läufer und andere sportlich aktive Menschen auf eine deutlich erhöhte Flüssigkeitszufuhr achten.

Die warme Temperatur im Sommer kompensiert der Körper durch vermehrtes Schwitzen. Kommt ein Trainingslauf hinzu, ist der Flüssigkeitsverlust über die Haut noch größer. Schwitzen ist generell gut und wichtig und nichts anderes, als eine Anpassungsreaktion des Körpers zum Temperaturausgleich. Würden wir beim Laufen oder Joggen nicht schwitzen, würde an warmen Tagen unsere Körpertemperatur in lebensbedrohliche Bereiche ansteigen.

Fakt bleibt jedoch, dass man durch das Schwitzen an heißen Sommertagen viel Flüssigkeit über die Haut verliert. Besonders Läufer und andere Ausdauersportler haben dann einen hohen Flüssigkeitsbedarf. Wenn dann nicht genügend getrunken wird, begünstigt das die Nierensteinbildung: Haben die Nieren zu wenig Wasser, um Schadstoffe wie Harnsäure, Harnstoff und andere Abfallprodukte des Körpers auszuschwemmen, können sich die Steine bilden. Lösliche Salze, die normalerweise ausgeschieden werden, kristallisieren und bilden die Nierensteine. Häufig bleiben sie solange unbemerkt, bis sie in die Harnleiter wandern. Diese Harnsteine führen dann zu starken, kolikartigen Schmerzen in der Leistengegend.

Nierensteinen und Harnsteinen vorbeugen

  • In der Regel ist eine Flüssigkeitsmenge von mindestens 2 Litern pro Tag zu empfehlen. Kommen warme Temperaturen und Laufen oder Joggen hinzu, erhöht sich der Bedarf leicht auf 3 Liter oder mehr. Der beste Richtwert dafür, dass Sie genug getrunken haben, ist eine klare Urinfarbe.
  • Wasser ist das beste Getränk! Idealerweise sollten Sie immer eine Flasche griffbereit haben, sodass Sie das regelmäßige Trinken nicht vergessen. Viele kleine Mengen über den Tag verteilt sind optimal. In den meisten Regionen Deutschland ist das Leitungswasser sehr gut und kann problemlos den Großteil der Trinkmenge ausmachen.
  • Kalorienarme Alternative zu Limo: Einfach ein paar ungespritzte Limetten- oder Zitronenscheiben, Minzblätter oder ein paar (gefrorene) Beeren mit in den Wasserkrug geben: das sieht schön aus und gibt dem Wasser einen leichten Geschmack mit.
  • Purinarm ernähren! Purine sind in vielen Lebensmitteln enthalten, besonders in Wurst, Fleisch und Innereien. Beim Abbau von Purinen entsteht Harnsäure. Wenn diese nicht in ausreichender Menge mit dem Urin ausgeschieden wird, begünstigt das Gefahr von Nierensteinen. Auch oxalsäurehaltige Gemüse wie Spinat, Rhabarber und Mangold sollten besser gemieden werden.
  • Grundsätzlich beugt eine gesunde ausgewogene Ernährung und Normalgewicht Nierensteinerkrankungen vor.


Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie.

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