Geheimtipps

Selten, aber gut

Im Winter sind Vitamine gefragt. Zehn Geheimtipps, die Läufer öfter auf ihren Einkaufszettel setzen sollten.

Südafrikanische Litschis, Meerersalgen oder Kefir aus den Hochgebirgen Tibets: Noch nie war die Auswahl an Lebensmitteln in den örtlichen Supermärkten so groß wie heute. Doch obwohl die exotischen Obst- und Gemüsesorten oft einen viel höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt aufweisen als andere Produkte, stehen sie nur äußerst selten auf unserer Einkaufsliste. Wir stellen Ihnen zehn Vitamin-Booster vor, mit denen Sie vitaminpillenfrei gesund durch den Winter kommen und mit denen Sie Ihre täglichen Mahlzeiten obendrein noch abwechslungsreicher gestalten können.

1. SCHWARZWURZEL Wer dieses unscheinbare Gemüse als Winterspargel bezeichnet, tut ihm Unrecht, denn das würzige Fleisch der Schwarzwurzel besitzt deutlich mehr Eisen, Magnesium und Calcium als weißer Spargel. Zudem ist es wegen des kohlenhydrat-ähnlichen Inhaltsstoffs Inulin auch für Diabetiker geeignet.
Unser Tipp: In einer Schale mit Zitronenwasser behalten die geschälten Wurzeln ihre weiße Farbe.

2. KÜRBIS Zu Halloween leuchten überall Kürbislaternen mit gruseligen Motiven, doch das gesunde Innere findet meist nur wenig Beachtung. Dabei ist das orangefarbene Fruchtfleisch reich an Kalium und Provitamin A, welches für das Sehvermögen wichtig ist. Daneben sind auch die Kerne, die reichlich ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Beta-Carotin sowie Magnesium, Eisen und Zink liefern, wahre Gesundheitspakete.
Unser Tipp: Kürbis schmeckt hervorragend als Suppe – mit frischem Ingwer und etwas Chili.

3. MARONEN Zur Winterzeit sind die Nussfrüchte vor allem als gerösteter Snack auf dem Wochenmarkt beliebt. Doch Esskastanien halten nicht nur unsere Hände warm, sondern sind obendrein sehr gesund und wesentlich kalorienärmer als gewöhnliche Nüsse: Sie enthalten nur zwei Prozent Fett, dafür aber reichlich Kalium, Magnesium, B-Vitamine, Vitamin E und C.
Unser Tipp: Verwenden Sie Maronen als Beilage oder als Füllung im weihnachtlichen Gänsebraten.

4. NORI Nicht nur der Fisch macht Sushi gesund: Die papierdünnen Nori-Blätter, die als Hülle für die beliebten Maki-Rollen verwendet werden, enthalten etwa 40 Prozent leicht verdauliches Eiweiß sowie eine ausgewogene Menge an essenziellen Aminosäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Daneben trumpft die Nori-Alge mit den Vitaminen A und B sowie Eisen und Calcium.
Unser Tipp: Zerkrümelt ist Nori ein ideales Gewürz für Fisch- und Gemüsesuppen.
 

Ernährung Geheimtipps

Bild: Kathie / pixelio.de

Die beste Quelle für Vitamin C: Ein Vollfruchtsaft aus Sanddornbeeren

5. KEFIR Das dickflüssige, säuerliche Milchgetränk aus dem Kaukasus wird dort als „Getränk der Hundertjährigen“ bezeichnet und gilt als Allheilmittel. Neben den Vitaminen A, D und allen B-Vitaminen enthält es auch Calcium, Eisen und Jod. Kefir ist im Geschmack mit Buttermilch vergleichbar, beinhaltet jedoch keinen Milchzucker und ist somit auch für Menschen mit einer Laktose-Unverträglichkeit bekömmlich.
Unser Tipp: Kefir können Sie pur trinken, übers Müsli geben oder mit Obst zu einem Shake mixen.

6. SANDDORN(-SAFT) Um Ihren Vitamin-C-Bedarf zu decken, benötigen Sie weder Pillen noch Vitaminpräparate. Die beste und noch dazu heimische Quelle für das Abwehr-Vitamin ist Sanddorn-Vollfruchtsaft (das ist Saft aus ganzen Beeren) aus dem Reformhaus. 100 Gramm Sanddorn-Früchte enthalten bis zu 900 Milligramm Vitamin C und werden daher auch als Zitronen des Nordens bezeichnet.
Unser Tipp: Warmer Tee lässt sich wunderbar mit etwas Sanddornsaft und Honig verfeinern.

7. ROOIBOS(-TEE) Der aus Südafrika stammende Rooibostee bietet mit seinem hohen Kalium-, Eisen- und Magnesiumgehalt all die wichtigen Mineralstoffe, die wir nach dem Sport benötigen. Und da er kein Koffein enthält, eignet er sich auch nach einem spätabendlichen Training noch hervorragend als Durstlöscher.
Unser Tipp: Gekühlter Rooibos-Tee ist das ideale Erfrischungsgetränk nach dem Sport.

8. AMARANTH Das unscheinbare „Wunderkorn aus den Anden“ enthält zirka ein Drittel mehr Ballaststoffe und Zink als Vollkornweizen, knapp doppelt so viel Eisen sowie eine hohe Konzentration an Magnesium und Calcium. Zudem sind die Körner glutenfrei und somit auch für Zöliakie-Patienten geeignet.
Unser Tipp: Begeistern Sie Familie und Freunde mit selbst gebackenen Amaranth-Plätzchen.

9. LITSCHI In ihrem Heimatland China wird sie verehrt, doch hierzulande findet die Litschi trotz des verlockenden Beinamens Liebesfrucht bislang nur wenig Beachtung. Unter der noppenartigen Haut der Litschi verbirgt sich das saftige Fruchtfleisch, das wenig Kalorien, dafür aber viel Vitamin C und B enthält. Geschmacklich erinnern die Exotenfrüchte an Erdbeeren mit einem leicht rosinenartigem Aroma.
Unser Tipp: Aus Kirschsaft, Mineralwasser, Litschis und Minze lässt sich eine tolle Bowle zaubern.

10. PAPAYA Die „Fruta de bomba“, wie sie auf Kuba genannt wird, ist eine wahre Vitalstoffbombe. Nicht nur der äußerst hohe Gehalt an Karotinen und Vitamin C, der sogar den der Karotte und der Kiwi übersteigt, sondern vor allem das in ihr enthaltene Enzym Papain machen die Papaya so wertvoll. Papain stimuliert alle Stoffwechselvorgänge und verhilft dem Organismus so zu einer geregelten Verdauung.
Unser Tipp: Nach einem üppigen Essen ist die Papaya besser als jeder Verdauungsschnaps.

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