Alkohol und Sport

Sechs Tipps, die Sie bachten sollten

Als Läufer müssen Sie nicht gezwungenermaßen auf dem Trockenen sitzen. Sie dürfen Alkohol in Maßen genießen.

Alkohol und Laufen

Bild: Didi01 / pixelio.de

1. Ernährungswissenschaftler empfehlen möglichst 48 Stunden vor einem Wettkampf keinen Alkohol zu trinken. Wer jedoch daran gewöhnt ist, kann sich zum Abendessen vor dem Wettkampf ein Glas Wein gönnen.

2. Als Wettkampfläufer wollen Sie sicher nicht zu viele Kalorien aufnehmen. Deshalb sollten Sie auch beim Alkohol auf den Nährwert achten. Ein Glas Wein (140 ml) enthält etwa 100 Kalorien. Bei süßen Weinen kommt man mit der gleichen Menge schon auf 230. Cocktails sind wahre Kalorienbomben: Ein großes Glas Piña Colada hat stolze 300 Kalorien.

3. Nach einem langen Lauf sollten Sie nicht sofort zum Alkohol greifen. Sie brauchen zuerst Wasser, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen. Außerdem sollten Sie auch noch etwas essen, zum Beispiel ein Sandwich mit Hähnchenfleisch oder eine Suppe. Sonst wirkt der Alkohol zu stark auf einen vom Wettkampf geschwächten Körper.

4. Rotwein in Maßen ist gesund:
Insbesondere Rotweintrinker profitieren von den positiven Wirkungen des Alkohols. Eine Studie der Harvard Medical School ermittelte, dass das nur im Rotwein enthaltene und Cholesterin senkende Antioxidans Resveratrol gleichermaßen lebensverlängernd wirken kann. Aus anderen Studien geht hervor, dass es die zahlreichen Flavonoide im Rotwein sind, die als Antioxidantien Herz-Kreislauf-Risiken mindern. Im Rahmen von Forschungen der University of California-Davis entdeckte man im Wein pflanzliche Verbindungen mit der Bezeichnung Saponine, die die Aufnahme von Cholesterin durch den Körper blockieren. Schon die Hälfte der täglich verwertbaren Menge an Saponinen ist in einem einzigen Glas Rotwein enthalten (in Weißwein etwas weniger). Je höher der Alkoholgehalt des Weins, desto mehr Saponine sind enthalten.

5. Bier besser als sein Ruf:
Gute Nachrichten gibt es auch für Bierliebhaber: Britische Wissenschaftler haben erforscht, dass sich im Blutplasma regelmäßiger Biertrinker 30 Prozent mehr Vitamin B6 findet. Das nützliche Vitamin verhindert die Bildung einer chemischen Substanz, die Herzkrankheiten verursacht. Außerdem fanden Forscher im Bier Xanthohumol, einen Stoff, der die Entstehung von Krebs hemmen kann. Allerdings wurde dies bisher nur im Tierversuch nachgewiesen.

Aber Achtung: Kohlenhydrate sind dagegen Mangelware.
Viele Läufer glauben, man könne mit Hilfe von Bier die Kohlehydratspeicher schnell wieder auffüllen. Doch Bier ist keine besonders gute Kohlenhydratquelle. Eine 0,33-Liter-Flasche enthält zum Beispiel nur elf Gramm Kohlenhydrate. Vielmehr bremst Bier die Wiederauffüllung der Glykogenspeicher. Deshalb lieber zuerst etwas essen und den Flüssigkeitsverlust zunächst mit Wasser oder einem Sportgetränk ersetzen.

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