Richtig schlemmen

Ohne Gewissensbisse durch die Weihnachtstage

Wer den kulinarischen Verlockungen der Weihnachtstage nicht widerstehen kann, der braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, so lange er täglich Zeit findet für einen kurzen Lauf.

Weihnachtsteller mit leckeren Plätzchen

Weihnachten dürfen Sie ruhig zugreifen – ein kurzes Lauftraining macht die Extrakalorien wieder wett.

Bild: iStockphoto.com / brebca

Auch wer über die Weihnachtstage deutlich mehr Kalorien konsumiert als er verbrennt, muss deshalb nicht unbedingt zunehmen. Schon ein kurzes tägliches Training kann die negativen Effekte von Plätzchen, Schokolade und Weihnachtsbraten größtenteils abfedern, so lautete das Ergebnis einer Studie der University of Bath in England. Diese wissenschaftliche Untersuchung stammt zwar bereits aus dem Jahr 2012, die Ergebnisse haben jedoch immer noch Bestand.

Während frühere Studien zu dem Schluss kamen, dass schon wenige Tage übermäßigen Essens bei verringerter körperlicher Aktivität negative Langzeitfolgen haben können, zeigt die Studie, die im Journal of Physiology veröffentlicht wurde, dass bereits moderate körperliche Betätigung diese negativen Effekte drastisch reduzieren kann.

Für die Studie wurden 26 gesunde junge Männer gebeten, ihre sportlichen Aktivitäten für eine Woche herunterzufahren. Die eine Hälfte durfte täglich 45 Minuten auf dem Laufband laufen, die andere Hälfte blieb betätigungslos. Darüber hinaus wurden die Studienteilnehmer gebeten, deutlich mehr zu essen als gewöhnlich. Die nicht-aktive Gruppe erhöhte ihren Kalorienkonsum um 50 Prozent, die aktive Gruppe sogar um 75 Prozent. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass der reine Kalorienkonsum aller Studienteilnehmer gleich war (was die aktive Gruppe zusätzlich an Kalorien einnahm, verbrannte sie wieder durch ihr Training auf dem Laufband).

Nach einer Woche wurde bei jedem Studienteilnehmer der Insulinwert gemessen und Fettgewebe entnommen. Die Resultate waren beachtlich: Bei der nicht-aktiven Gruppe fiel ein ungesunder Abfall ihres Blutzuckerspiegels auf, während die aktive Gruppe stabile Insulinwerte aufwies. Die Genaktivierung in den Fettzellen war bei der nicht-aktiven Gruppe ebenfalls auf eine negative Weise verändert, wodurch die Funktionalität des Stoffwechsels stark eingeschränkt wurde.

„Ein entscheidender Punkt unseres Experiments war, dass wir versucht haben, die Energiebilanz der beiden Gruppen auszubalancieren, indem wir die aktive Gruppe noch mehr haben konsumieren lassen. Und dennoch waren die Werte der aktiven Gruppe am Ende der Woche besser!“, so Dr. Dylan Thompson, wissenschaftlicher Leiter der Studie. „Wenn eine Phase relativer körperlicher Inaktivität bei gleichzeitig stark erhöhtem Kalorienkonsum wie die Weihnachtszeit bevorsteht, dann zeigt unsere Studie, dass ein moderates tägliches Training viele der daraus resultierenden negativen Effekte neutralisieren kann.“

„Die Studie zeigt, dass es nicht allein um die Energiebilanz geht“, erklärt Dr. James Bett, ein weiterer in die Studie involvierter Wissenschaftler. „Selbst wenn Sie über einen bestimmten Zeitraum zu viel essen und deshalb an Gewicht zunehmen, hat sportliche Aktivität noch einen positiven Effekt: Sie müssen sich keine Sorgen um negative Langzeitfolgen machen!“

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