Kakao stärkt die Gesundheit

Kakao senkt das Herz-Kreislauf-Risiko

Regelmäßige Kakao-Trinker können sich freuen: Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie senken Kakao-Inhaltsstoffe das Herz-Kreislauf-Risiko.

Kakao

Kakao reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Dies fand die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie heraus.

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Regelmäßiger Konsum von Kakao reduziert das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Düsseldorfer Universitätsklinikums im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie. Präsentiert wurde es auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in Barcelona.

Kakaoflavonole stärken die Gesundheit

Insgesamt 100 Personen im Alter zwischen 35 und 60 Jahren nahmen an der Studie teil. Die eine Hälfte der Studiengruppe nahm zweimal am Tag 450 Milligramm Kakaoflavonole in Form von Getränken zu sich. Flavonole sind sekundäre Pflanzenstoffe, also Stoffe, die die Pflanzen nicht zum Überleben brauchen, aber dennoch produzieren. Wegen ihrer positiven Effekte sind sie für den Menschen von großer Bedeutung. Flavonole kommen in vielen Pflanzen und Lebensmitteln vor, so etwa auch in Äpfeln oder Rotwein. Um den positiven Effekt dieser Stoffe nachzuweisen, bekam die andere Hälfte der Teilnehmer ein Placebo in Form eines Flavonol-freien Getränks. Die Forscher maßen bei den Probanden die flussvermittelte Vasodilatation, eine Messgröße für die Gefäßfunktion, sowie Blutfettwerte, Blutdruck und Pulswellengeschwindigkeit, welchen ein Indikator für die Arterienelastizität ist. Nach einem Monat verbesserte sich bei der Flavonol-trinkenden Gruppe die Gefäßfunktion, während Blutdruck- und LDL-Cholesterinwerte abnahmen. Die Werte für das HDL-Cholesterin (im Volksmund als gutes Cholesterin bekannt) nahmen zu.

Krankheitsrisiko sank bei Probanden deutlich

Durch diese beobachteten Effekte errechneten die Wissenschaftler des Universitätsklinikums Düsseldorfs, dass das Risiko, kardiovaskuläre Krankheiten zu erleiden für die Flavonol-Gruppe deutlich sank. So ging das Risiko für einen Herzinfarkt um 22 Prozent, jenes für eine koronare Herzerkrankung sogar um 32 Prozent zurück. Und während die Chance, an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben, um 43 Prozent sank, verringerte sich die Wahrscheinlichkeit, an einer koronaren Herzkrankheit zu sterben, um 34 Prozent.