Abnehmen durch Esspausen

Jetzt ist Fastenzeit!

Wer abnehmen will, braucht auf Schokolade und Co. nicht zu verzichten, so eine neue Studie. Viel besser ist es, täglich 12 bis 16 Stunden zu fasten.

Frühstück trotz Fastenzeit

Frühstück um halb acht? Kein Problem, solange Sie abends nach 18.00 Uhr nichts mehr essen.

Bild: iStockphoto.com / KucherAV

Die meisten Diäten basieren auf dem Prinzip der Kalorienreduktion. Neue Forschungsergebnisse aus den USA deuten nun aber daraufhin, dass es nicht nur darauf ankommt, wie viel man isst, sondern auch darauf, wann die Nahrungsaufnahme stattfindet. Am kalifornischen Salk Institute for Biological Studies gab es dazu ein Experiment mit Mäusen. Die eine Hälfte der Tiere konnte rund um die Uhr fressen, so viel sie wollten, die anderen mussten jeden Tag 9 bis 15 Stunden lang hungern, durften dann aber ebenfalls ungebremst futtern. Resultat: Die Fasten-Mäuse blieben schlank und gesund, selbst wenn sie sich sehr fett- oder zuckerhaltig ernährten. Jene dagegen, die ständig vor sich hinfraßen, wurden immer dicker und kränker.

Die Erklärung: „Wann wir etwas essen, beeinflusst unsere innere Uhr noch stärker als das Tageslicht“, so Studienleiter Satchidananda Panda. „Und die innere Uhr steuert wiederum unseren Stoffwechsel.“ Da es in der Menschheitsgeschichte Nahrung meist nur tagsüber gab, funktioniert dieser am besten, wenn wir wach und aktiv sind. Wenn wir aber spätabends vor dem Fern­seher noch etwas essen, bringt das die innere Uhr und damit den Stoffwechsel durcheinander und ebnet den Weg zu einem hohen Cholesterinspiegel, Fettleibig­keit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Also, beschränken Sie Ihre Nahrungsaufnahme auf einen Zeitraum von acht bis zwölf Stunden am Tag. Dann dürfen Sie essen, was Sie wollen – so zumindest die Theorie …

Das bringt’s:
1. Esspausen verschaffen Zellen und Organen eine willkommene Auszeit.
2. Der Blutdruck sinkt, der Cholesterinspiegel wird ausgeglichen.
3. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Energie­gewinnung aus Fett­reserven aktiviert.
4. Die Darmflora erneuert sich, abgestorbenes Zellmaterial wird entsorgt.
5. Der „positive Stress“ des Nahrungsmangels stärkt das Immunsystem.