Abnehmen

Eine Frage der Balance

Um die Fettmenge im Körper zu reduzieren, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt weniger Nahrung zu sich oder man verbraucht mehr Energie.

Laufen verbraucht Energie

Laufen bedeutet Energieumsatz und damit Verlust von Fett.

Bild: Andrew Rich / iStockphoto

Manche Menschen benötigen mehr Energie fürs tägliche Leben als andere und speichern daher auch weniger Fett. Die Fettverwertung bei körperlicher Belastung ist individuell unterschiedlich ausgeprägt. Auch Kohlenhydrate werden vom Körper gespeichert. Die Menge der gespeicherten Kohlenhydrate ist jedoch im Normalfall etwa zwanzig mal kleiner als bei Fett. Gespeicherte Kohlenhydrate benötigen deutlich mehr Raum als Fett. Unser Körper verwendet jede der drei Nährsubstanzen für die Produktion von Energie. Sinngemäß wird der Umsatz der Nährstoffe zur Energieproduktion auch „Verbrennung” genannt.

Bei harten, kurzen Anstrengungen wird vor allem die Kohlenhydratverbrennung genutzt.

Durch Fettverbrennung kann Energie nur wesentlich langsamer freigesetzt werden. Hierdurch ist erklärbar, daß bei einer zunehmenden Leistung immer mehr Kohlenhydratverbrennung zugeschaltet werden muss. Der Vorteil der Energiespeicherung durch Fett liegt eher in der Sparsamkeit und Platzersparnis. Je höher die Belastungsintensität ist und je länger die Belastungsdauer, desto mehr Kalorien werden verbraucht und desto mehr Fett wird verbrannt.

Auch wenn der Anteil der Fettverbrennung am Gesamtenergieverbrauch bei niedriger Belastungsintensität höher liegt, so werden bei einer intensiveren Belastung insgesamt mehr Fettkalorien pro Zeiteinheit umgesetzt. Der Anteil der Fettverbrennung am Gesamtenergieumsatz ist allerdings äußerst variabel. Bei höherer Leistung verbrennt man einen geringeren Anteil an Fett während der Belastung, da ein höherer Anteil der Energie durch den Umsatz von Kohlenhydraten bereitgestellt werden muß. Dies bedeutet jedoch nicht, daß man bei einer höheren Belastung insgesamt weniger Fett verbrennen würde! Die Absolutmenge der Fettverbrennung steigt nämlich auch mit der Leistung, nur eben etwas langsamer als der Kohlenhydratumsatz.

Bei einem hohen Anteil an Kohlenhydratverbrennung müssen die Speicher nach der Belastung wieder aufgefüllt werden. Wenn in dieser Situation die Kohlenhydratspeicher des Körpers erneut ergänzt werden, werden weniger dieser Kohlenhydrate in Speicherfett umgewandelt.

Ein hoher Energieumsatz ist also immer auch gleichbedeutend mit einem hohen Verbrauch an Fett.

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