Gut essen, besser laufen

Die Vorteile von "Low-Carb"

Weniger Kohlenhydrate verbessert erstaunlicher Weise nicht nur die Figur, sondern auch die Leistung.

„Im Gegensatz dazu kommt man bei einer kohlenhydratarmen Ernährung mit weniger Kalorien aus, weil man seltener Hunger hat“, sagt der Ernährungs-Wissenschaftler Nicolai Worm. „Das zeigt sich, wenn man Probanden vergleicht, die selbstbestimmt bis zur Sättigung entweder Low Carb oder kohlenhydratbetont fettarm essen dürfen.“

Aus den Ergebnissen großer Studien ist schließlich eine Form der Ernährung entwickelt worden, die Nicolai Worm hierzulande als Logi-Methode (Kurzform von Low Glycemic and In-sulinemic Diet) bekannt gemacht hat. Es ist keine Diät, sondern eine Orientierung, wovon man mehr, und wovon man eher weniger essen sollte: Obst und Gemüse, zubereitet mit gesundem Öl, sind besonders empfehlenswert, Eiweißlieferanten wie fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte sind höher zu bewerten als Vollkornprodukte, Nudeln und Reis.

Erstaunlicherweise hilft „Low Carb“ nicht nur beim Abnehmen, sondern verbessert auch die Leistungsfähigkeit. Wer läuft, trainiert seinen Körper darauf, mit dem Glykogen sparsam umzugehen und statt dessen vermehrt Fette zur Energiegewinnung zu nutzen. Das ist einer der wesentlichen Gründe, warum Trainierte eine Belastung länger durchhalten als Untrainierte: Die Energiequelle Fett bietet wesentlich größere Reserven. Durch das Training werden für den Fettabbau notwendige Enzyme stimuliert, die Sauerstoffaufnahmekapazität verbessert sich und es wird mehr Fett in den Muskeln gespeichert, so dass es bei Belastung sofort zur Verfügung steht.

Statt Rollen um den Bauchnabel zu bilden, füttert das Fett nun Ihre Beine. „Das alles ist schon lange bekannt, aber jetzt konnte in wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden, dass dieser Effekt durch eine kohlenhydratreduzierte Kost noch verstärkt wird“, sagt Jan Prinzhausen, Autor des Buchs „Logi und Low Carb in der Sporternährung“ (Systemed, 24,90 Euro).

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