Body Mass Index

BMI bleibt das beste Maß

Wer seinen Körperfettanteil wissen möchte, darf sich auf den BMI verlassen und neue Messmethoden vergessen.

BMI bleibt das beste Maß

Den BMI zu bestimmen, ist eine einfach und zuverlässige Methode, Aussagen über den Körperfettanteil zu bekommen.

Bild: iStockphoto.com / Stockphoto4u

Altbewährt und weiterhin unangefochten: Der Body-Mass-Index (BMI) bleibt dem neuen Body-Adiposity-Index beim Bestimmen des Körperfettanteils überlegen. Das zeigen Ergebnisse einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung und Norbert Stefan von der Medizinischen Klinik IV der Universität Tübingen leiteten die Tests. Die Daten veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Diabetologia. Verglichen wurden verschiedene Methoden zur Einschätzung des Körperfettanteils und des Diabetes-Risikos. Hierfür nutzten sie die Daten von 138 männlichen und 222 weiblichen Studienteilnehmern des „Tübinger Lebensstil-Interventions-Programms“ , von 9.729 Männern und 15.438 Frauen, die an der Potsdamer EPIC-Studie teilnehmen, sowie von 5.573 männlichen und 5.628 weiblichen Teilnehmern der „Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg“.

Die DZD-Studie verglich die Aussagekraft von BMI und BAI mit der von Hüftumfangs- und Taillenumfangs-Messungen. Als Goldstandard, also allen Methoden übergeordneter Messwert, dienten den Forschern dabei Magnet-Resonanz-Tomographie-Messungen, die den Körperfettanteil sehr genau bestimmen.

Das Resultat: Beim Bestimmen des Körperfettanteils unterlag der in den USA entwickelte Body-Adiposity-Index (BAI), der neben der Körperlänge den Hüftumfang einer Person berücksichtigt, dem BMI. Am aussagekräftigsten in Bezug auf das Einschätzen des Diabetes-Risikos war jedoch das Messen des Taillenumfangs. Mediziner Norbert Stefan schlussfolgert: „Unserer Ansicht nach kommt der BAI somit nicht als Alternative zum BMI in Betracht. Das Messen des Bauchumfangs zusätzlich zum BMI ist dagegen sinnvoll.“

Quelle: PM 20.02.2012, Informationsdienst Wissenschaft