Hochprozentig

Alkohol - besser als sein Ruf

Der gelegentliche Schluck Alkohol ist für Läufer nicht schädlich, solange Sie die wichtigsten Regeln beachten.

Rotwein

Dass ein Glas Rotwein gesund ist, weiß inzwischen jeder... aber was ist mit Bier?

Bild: Brandtmarke / pixelio.de

Sieht man einmal vom Medoc-Marathon (Südwestfrankreich) und einigen Nachahmern bei uns ab, wo Wein an den Verpflegungsstellen gereicht wird, spielt der Alkohol in der Läuferversorgung beim Wettkampf zwar keine Rolle, durchaus aber danach bzw. im Alltag, wie bei einigen anderen Menschen auch.

Das American College of Sports Medicine (ACSM) stellte fest, dass Freizeitläufer mehr Alkohol konsumieren als ihre nicht Sport treibenden Mitmenschen. Selbst erfolgreiche Leistungssportler geben zu, sich noch am Abend vor einem wichtigen Wettkampf ein Gläschen Rotwein gegönnt zu haben. Dabei warnt das ACSM im gleichen Atemzug, dass sich Alkoholgenuss im Vorfeld einer sportlichen Aktivität mindernd auf Kraft und Dauerleistung des Herz-Kreislauf-Systems und der Muskeln auswirke.

Gestützt durch seriöse Studien setzt sich indes mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass mäßiger Alkoholkonsum der Gesundheit durchaus förderlich sein kann. Unter anderem wurde nachgewiesen, dass Alkohol in moderaten Mengen die Werte für das „gute“ HDL-Cholesterin im Blut verbessern kann und gleichzeitig das „schlechte“ LDL-Cholesterin daran hindert, die Blutgefäße zu verstopfen und Herzinfarkte zu verursachen. Alkohol wirkt zudem entspannend auf die Arterienmuskeln und damit blutdrucksenkend. Einige Wissenschaftler haben sogar festgestellt, dass bestimmte alkoholische Getränke eine vorbeugende Wirkung gegen Osteoporose haben und das Risiko reduzieren, an Alzheimer zu erkranken.

Insbesondere Rotweintrinker profitieren von diesen positiven Wirkungen des Alkohols. Eine Studie der Harvard Medical School ermittelte, dass das nur im Rotwein enthaltene und cholesterinsenkende Antioxidans Resveratrol gleichermaßen lebensverlängernd wirken kann wie eine Reduzierung der täglichen Kalorienzufuhr. Aus anderen Studien geht hervor, dass es die zahlreichen Flavonoide im Rotwein sind, die als Antioxidantien Herz-Kreislauf-Risiken mindern. Im Rahmen von Forschungen der University of California-Davis entdeckte man im Wein pflanzliche Verbindungen mit der Bezeichnung Saponine, die die Aufnahme von Cholesterin durch den Körper blockieren. Schon die Hälfte der täglich verwertbaren Menge an Saponinen ist in einem einzigen Glas Rotwein enthalten (in Weißwein etwas weniger). Je höher der Alkoholgehalt des Weins, desto mehr Saponine sind enthalten. Gute Nachrichten gibt es aber nicht nur für Weintrinker zu vermelden – auch wer eher dem Hopfen zuspricht als den Reben, kommt nicht zu kurz: Britische Wissenschaftler haben erforscht, dass sich im Blutplasma regelmäßiger Biertrinker 30 Prozent mehr Vitamin B6 findet. Das nützliche Vitamin verhindert die Bildung einer chemischen Substanz, die Herzkrankheiten verursacht.

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