Ernährung

Achtung Zuckerfalle!

Viele Lebensmittel enthalten mehr Zucker als Sie denken. Informieren Sie sich vorher genau.

Versteckter Zucker

Der Zuckergehalt kann bei Joghurt stark variieren.

Bild: Michael Hirschka / pixelio.de

Wie viel Zucker sollten sich Läufer also gönnen, und wann sollten sie diesen zu sich nehmen? Dr. Dorfmanns Rat dazu: „Zehn Prozent der täglichen Gesamtkalorienmenge sollte Zucker sein. Beträgt die tägliche Kalorienzufuhr eines Läufers zum Beispiel 2.000 Kilokalorien, so dürfen davon 200 Kilokalorien, das heißt, etwa 50 Gramm, auf Einfachzucker entfallen.

Einfachzucker ist ein Sammelbegriff für die gebräuchlichsten Zuckerarten und findet sich in Sportgetränken, Energieriegeln und Honig. Die Monosaccharide bzw. aus einem Molekül bestehenden Zucker gehen nach dem Verzehr sehr schnell ins Blut, können vom Körper unmittelbar in Glukose ungewandelt werden und versorgen uns Läufer während des Trainings sofort mit Energie.

Nun scheinen zehn Prozent der täglichen Kalorienmenge eine ganze Menge zu sein, und man könnte leicht meinen, sich bei Kuchen oder Süßigkeiten dann ja nicht besonders zurückhalten zu müssen. Hier liegt aber auch das Risiko: Jedes Zuviel an einer solchen Leckerei kann schnell ungesunde Wirkungen nach sich ziehen, wie eine kurzzeitig drastische Erhöhung des Blutzuckerspiegels und der Produktion von Tryglyzeriden – Blutfetten, die Herzkrankheiten begünstigen.

Es gebietet sich also durchaus, den Zuckergehalt unserer Lebensmittel genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer nicht darauf achtet, bei dem kommt schnell eine ganze Menge Zucker zusammen, wie auch Dr. Scott Fischer, Marathonläufer und Direktor für Gesundheit und Fitness an der Fairleigh Dickenson University in New Jersey, warnt: „Hier ein Müsliriegel, da eine Pastasauce und eine Portion frühstückfertiges Hafermehl – jedes für sich kann schon 15 bis 30 Gramm Zucker enthalten.“

Um dieses Zuviel zu vermeiden und im gesunden Bereich zu bleiben, sollten Sie die Inhaltsangaben auf Lebensmittelverpackungen aufmerksam studieren und besonders darauf achten, wie hoch bei den Kohlenhydratmengen der Anteil von Zucker ist. So kann zum Beispiel der Zuckergehalt bei Joghurt erheblich variieren, wobei der Zucker in jedem Fall in Form natürlicher Laktose vorliegt. Obst und Milch enthalten natürliche Zuckerarten und darüber hinaus weitere nützliche Inhaltsstoffe wie Calcium, Ballaststoffe und Vitamin C. Das Gleiche gilt für komplexe Zuckerformen, die in Vollkornprodukten, braunem Reis und Gemüse vorkommen. Hier wird der Zuckergehalt durch eine Reihe anderer wertvoller Nährstoffe ergänzt.

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