Düsseldorf-Marathon

Anna Hahner verpasst Olympia-Norm um 14 Sekunden

Anna Hahner lief beim Düsseldorf-Marathon 2012 in 2:30:14 Stunden ein glänzendes Marathondebüt. Jan Fitschen stieg mit Problemen aus.

Düsseldorf-Marathon 2012 Bilder

Beide Streckenrekorde fielen beim 10. Düsseldorf-Marathon. Bei dem Jubiläumsrennen mit insgesamt 14.000 Läufern – darunter rund 4.000 Marathonläufer – erreichte der 24-jährige Äthiopier Seboka Diriba Tola nach 2:08:27 Stunden das Ziel und verbesserte damit die zwei Jahre alte Marke um fünf Sekunden. Platz zwei belegte in einem spannenden Rennen, das erst auf dem letzten Kilometer entschieden wurde, der Kenianer Duncan Koech mit 2:08:33. Dritter wurde der aus Kenia stammende Franzose Abraham Kiprotich, der sich mit 2:08:35 Stunden für den olympischen Marathon in London qualifizierte.

Eine ausführliche Galerie von Norbert Wilhelmi finden Sie oben, die schönsten Bilder von unserem Fotografen Heinz Schier unter diesem Absatz.

Düsseldorf-Marathon 2012 - Teil 2 Bilder

Anna Hahner verpasste die Olympianorm um nur wenige Sekunden, lief aber trotzdem ein sehr gutes Debüt

Bild: Norbert Wilhelmi

Der Traum vom Olympia-Start ist dagegen für Jan Fitschen geplatzt. Der Läufer des TV Wattenscheid stieg nach rund 24,5 km aufgrund von muskulären Problemen aus. Er war zuvor schon weit weg vom Zeitplan für die Norm von 2:12:00 Stunden.

Zu einem Tag der Debütantinnen wurde das Frauenrennen. Hier setzte sich überraschend Agnes Jeruto, die in Düsseldorf erstmals über die 42,195 km lief, gegen die Marathon-erfahrene äthiopische Konkurrenz durch. Die 29-jährige Kenianerin triumphierte in 2:25:49 Stunden und verbesserte den Streckenrekord gleich um 55 Sekunden. Zweite wurde die Weißrussin Nastassia Staravoitava, die nach 2:27:24 im Ziel war, Rang drei belegte Melkam Gisaw (Äthiopien) mit 2:27:50.

Ein überzeugendes Debüt rannte Anna Hahner (Run2Sky), die auf Platz sechs 2:30:14 lief. Damit verpasste die 22-Jährige die Olympianorm um lediglich 14 Sekunden. Es bleibt abzuwarten, ob sie angesichts der ganz knapp verpassten Qualifikationszeit trotzdem für London nominiert wird. Ihr Alter und der Fakt, dass es ihr erstes Rennen über die klassische Distanz war, sprechen dabei für Anna Hahner.

Es war insgesamt, passend zum Jubiläum, der bisher hochklassigste Metro Group Marathon Düsseldorf. Sieben Männer blieben unter 2:11 Stunden und fünf Frauen unter 2:30.

Seboka Diriba Tola gewann mit einem Kursrekord.

Bild: photorun.net

Seboka Diriba Tola gewann mit einem Kursrekord.

Bei fast idealen Wetterbedinungen mit Temperaturen von 15 Grad Celsius am Start, einem bedecktem Himmel und so gut wie keinem Wind lag die Führungsgruppe der Männer zeitweilig auf einem Kurs zu einer Endzeit von unter 2:08 Stunden. Der 10-km-Punkt wurde nach 30:21 Minuten erreicht, die Halbmarathonmarke von einer rund zwölfköpfigen Spitzengruppe nach 64:14. Kurz danach wurde das Tempo schneller und eine Reihe von Athleten verlor den Anschluss, darunter auch der Japaner Yuki Kawauchi. Er kam schließlich als Achter ins Ziel mit 2:12:58 Stunden. „Es lief heute für mich nicht so gut, aber es war eine tolle Erfahrung, hier in Düsseldorf gelaufen zu sein“, erklärte der Japaner.

An der 30-km-Marke (Durchgangszeit: 1:31:12) waren noch sechs Läufer in der Spitzengruppe: Neben Seboka Diriba Tola, Duncan Koech und Abraham Kiprotich waren dies Evans Ruto, Abraham Chelanga und der Titelverteidiger Nahashon Kimaiyo (alle Kenia), der bald darauf als erster zurückfallen sollte und schließlich Sechster wurde in 2:10:28. Auch Ruto und Chelanga konnte nicht mehr lange mithalten. Zeitweilig entwickelte sich nun ein taktisches Rennen, in dem das Führungs-Trio jene Sekunden verlor, die für eine Zeit unter 2:08 Stunden nötig gewesen wären. Fast schien auch der Streckenrekord nicht mehr möglich, doch mit einem enorm schnellen letzten Kilometer von 2:49 Minuten (dem schnellsten des gesamten Laufes) entschied Seboka Diriba Tola das Rennen für sich und unterbot die zwei Jahre alte Streckenbestzeit von Iaroslav Musinschi (Moldawien/2:08:32) noch knapp.

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