Dokumentarfilm Herbstgold

Die Hauptpersonen

Herbstgold: Diskuswerfer Alfred Proksch

In der Altersklasse M100 startet Diskuswerfer Alfred Proksch.

Bild: Jan Tenhaven

Machen die Teilnehmer schon ihr Leben lang Sport?

Das ist gemischt. Einige haben immer schon Sport gemacht, waren ihr Leben lang in Leichtathletikvereinen organisiert. Zwei der Protagonisten, die Diskuswerfer Gabre Gabric aus Italien und Alfred Proksch waren sogar 1936 schon bei den Olympischen Spielen dabei, Proksch damals aber noch als Stabochspringer. Es gibt aber auch Spätberufene, vor allem bei den Frauen. Sie fangen oft erst nach dem Tod ihres Mannes an mit der Leichtathletik, weil es früher einfach nicht üblich war, dass Frauen Sport treiben.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Sportler ausgewählt?

Die Persönlichkeit war mir wichtiger als reine Leistung. Die Protagonisten nehmen den Sport ernst und haben eine Geschichte, die sie auch vor der Kamera erzählen wollen. Es sind Sportler aus verschiedenen europäischen Ländern und aus unterschiedlichen Disziplinen. Außerdem haben wir darauf geachtet, dass es keine Freaks sind – die gibt es auch, sind aber die reine Ausnahme. Die fahren nur wegen der Medaillen hin. Hätten wir sie porträtiert, hätte das das Bild sehr verzerrt.

Wie lange haben Sie die einzelnen Hauptpersonen begleitet?

Wir haben alle fünf Protagonisten über ein Jahr lang an 40 Drehtagen begleitet, das heißt, wir haben im Sommer 2008 angefangen und ein Jahr bis zur Weltmeisterschaft die Hochs und Tiefs des Trainings aufgenommen. Mit jedem Sportler haben wir ungefähr fünf Tage gedreht, mindestens zweimal bei ihm zu Hause, den Rest bei der WM in Finnland. Im Film bilden die Porträts der Sportler, ihr Training und ihre Probleme in der Vorbereitung den Hauptteil, nur rund ein Drittel nimmt die Weltmeisterschaft ein.

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