Schneller werden

Der Ursprung des Fahrtspiels

Kaum jemand kennt heute noch die Ideen und Ausführungen des schwedischen Trainers Gösse Holmers. Nicht einmal sein Name ist den meisten Läufern geläufig. Er war gemeinsam mit Gösta Olander der Begründer einer Trainingsmethode, die man die „schwedische Trainingslehre“ nannte, und aus der er später das „schwedische Fahrtspiel“ entwickelte. Das Training der beiden Schweden ist in seinem Prinzip der Grundstein vieler Trainingsmethoden erfolgreicher Trainer geworden.
1930 entschloß sich Gösse Holmers, etwas neues auszuprobieren. Es war die Zeit der großen finnischen Langstreckenerfolge und somit auch die Zeit des Trainings nach dem Intervallprinzip eines Paavo Nurmi, der schon damals auf der Bahn kurze, scharfe in ihrer Länge exakt festgelegte Tempoläufe mit Pausen wiederholte.
Holmers lehnte die Auffassung ab, „daß ein Läufer genau abgesteckte Trainingsstrecken in seinem täglichen Training laufen sollte“. Er wollte „den Läufern mehr Freiheit geben in der Eigengestaltung ihres Trainings, ihnen ermöglichen, mehr Verständnis und Einblick in das Wesen des Trainings zu gewinnen und sie damit in den Stand versetzen, das Training mehr nach ihrer eigenen Individualität aufzubauen“. So entwickelte Holmers die Trainingsmethode, die er „Fartlek“ nannte.