Laufberufe

Der Physiotherapeut

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten, auch im Bereich Laufen und Fitness, bietet der Beruf des Physiotherapeuten.

Die Physiotherapie ist eine Bewegungstherapie, die sich unterschiedlicher Behandlungstechniken bedient. Sie kommt sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung zum Einsatz (innere, orthopädische, neurologische, rheumatische, geria­trische Erkrankungen sowie Traumatologie), außerdem in der Rehabilitation und als Prophylaxe, sei es zur Vermeidung berufsbedingter Fehlbelastungen (Bürotätigkeit) oder – in speziellen Fällen – im Leistungssport. Daneben finden Physiotherapeuten Einsatzfelder im Kurwesen und neuerdings im Wellness-Bereich. Die meisten Physiotherapeuten arbeiten in Krankenhäusern, in Physiotherapie-Praxen oder in Rehabilitations-Einrichtungen, aber auch in Altenheimen, Kurhotels und Wellness-Einrichtungen ist der Bedarf steigend.

Körperlicher Einsatz ist nötig
Wer den Beruf ergreifen möchte, sollte gut im Umgang mit Menschen sein und gern am Menschen arbeiten. Da sich keine überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten bieten, ist, wie in einigen anderen Berufen rund um das Laufen eine gehörige Portion Idealismus vonnöten. Aller­dings dürften sich angesichts ­einer immer ­älter werdenden und dabei zunehmend fitnessorientierten Gesellschaft für Physiotherapeuten auch in Zukunft zahlreiche Einsatzmöglichkeiten ergeben. Und unter dem Aspekt der Arbeitsplatzsicherheit rücken auch die eher bescheidenen Verdienstmöglichkeiten in den Hintergrund: Wenn man im öffentlichen Dienst tätig ist, richtet sich das Gehalt strikt nach dem jeweiligen Tarifvertrag. Bei privatwirtschaftlich arbeitenden Unternehmen orientiert sich der Verdienst lediglich an dieser Vorgabe. Im Allgemeinen verdienen Physiotherapeuten zwischen 1800 und 2500 Euro (brutto) im Monat.

Weiterhin sollte einem klar sein, dass die Tätigkeit eines Physiotherapeuten durchaus anstrengen kann: Je nach Behandlungsfeld ist auch körperlicher Einsatz nötig, gerade wenn man sich auf die Behandlung von Beschwerden sportlich aktiver Menschen spezialisiert. „Ein dreimonatiges Praktikum, zum Beispiel in einer Reha-Einrichtung, ist empfehlenswert, bevor man eine Ausbildung beginnt“, rät Theresa Riesenberg. Die 28 Jahre alte Phy­siotherapeutin arbeitet mit einem Team von Kollegen in der Praxis ihrer Mutter in Berlin und ist sowohl in den Praxisräumen tätig als auch bei den Patienten zu Hause. Ihr Behandlungs- beziehungsweise Kundenspek­trum reicht von der Oma im Altenheim bis zum Baby, das als Frühgeborenes Koordina­tionsübungen verschrieben bekommt.

Im Spitzensport sind die Jobs rar
Sehr wichtig für Physiotherapeuten sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Dabei geht es darum, unterschiedliche Behandlungsmethoden kennenzulernen, um dann in der Praxis mit einem breiten Spektrum entsprechend mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben. Der Arzt (etwa der Orthopäde) stellt lediglich die Diagnose. Im Idealfall spricht er sich mit dem Physiotherapeuten ab, wie behandelt werden soll. Doch das ist beileibe nicht immer so. In vielen Fällen hängt es weitgehend vom Physiotherapeuten ab, wie gut zum Beispiel eine Wiederherstellung der Beweglichkeit gelingt. Dazu gibt ein guter Physiotherapeut dem Patienten Anleitungen zu Übungen, die zu Hause durch­geführt und auch nach einer Behandlungsphase angewendet werden können, um Rückfälle zu vermeiden.

Wer hofft, als Physiotherapeu­t im Sportbereich arbeiten zu können, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Beruf an sich nur zu einem geringen Teil mit Sport zu tun hat. Eine Tätig­keit ausschließlich im Bereich des Hoch­leistungssports (also in einem Leistungs­zentrum, Olympiastützpunkt oder Bundes­liga-Verein) ist äußerst selten, und auch die Möglichkeiten, sich auf den Leistungssport beziehungsweise die Behandlung von Freizeitsportlern zu spezialisieren, sind recht begrenzt. Und selbst bei Physiotherapeuten, die das tun, ist der Patientenkreis gemischt (normale Patienten, Freizeit- und Hochleistungssportler). Doch aufgrund der steigen­den Zahl von Freizeitsportlern und der mit freizeitsportlichen Aktivitäten einhergehen­den Gesundheitsprobleme wird auch die Zahl der Behandlungsfälle in den Physiotherapie-Praxen weiter steigen.

Den Laufberuf Personal Trainer stellen wir Ihnen hier vor.

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