Sabine Heinrich

Zurück im Sport durch Laufen

Sabine Heinrich ist immer auf der Suche nach Abwechslung.

Waren Sie schon als Kind ein sportlicher Typ?
Ich komme aus einer sehr sportlichen Familie. Meine Mutter, mein Vater, mein Bruder – alle haben Fußball gespielt. Ich dann auch ein wenig. Aber da es in der Nähe kein Mädchenteam gab, habe ich viel Tennis gespielt. Mit 18 Jahren, nach einer ganz fiesen Verletzung an der Kniescheibe – die Narbe ist so groß, dass viele denken, dass wäre ’ne Laufmasche - schien es erst, dass ich nie mehr irgendeinen Sport würde machen können. Aber als ich dann nach Köln kam, habe ich es mit Laufen versucht, und das funktionierte. Ich habe über den Sport viele tolle Leute kennengelernt, und ich habe davon profitiert, dass ich fast immer mit Leuten unterwegs war, die schneller waren als ich.

Sind Sie ein Trail- oder Straßenlauftyp?
Ich habe das Laufen im Gelände echt lieben gelernt. Auch das Hoch und Runter. Ich finde aber, man kann auch in der Stadt Trail haben. Da nutze ich gerne Bänke und Mäuerchen um rüberzuhüpfen, oder rauf und runter zu springen und mache Skippings über Fahrradständer. Damit trainiere ich Koordination, Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit. Und: Je tiefer die Pfütze, umso besser. Kurze Sprints an kleinen Hügeln mache ich auch gern. Es ist einfach geil, wenn man oben spürt, wie die Beine brennen und das Blut durch die Adern rauscht.

Laufen Sie auch manchmal ganz früh morgens?
Auf Sardinien bin ich einmal morgens gegen 4 Uhr gelaufen, weil es tagsüber einfach so heiß war. Nach dem Lauf bin ich dann ins Meer gesprungen. Es war nicht richtig dunkel, die Luft war noch unverbraucht und all das gab mir ein Gefühl von Freiheit. Ich bin auch mal morgens um 5 Uhr am Hudson River in New York gelaufen, weil ich wegen des Jetlags so früh wach geworden war. Das war sehr atmosphärisch und eindrucksvoll. Da sieht man New York ganz anders.

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