Lauf der Woche

Zuerst Dauerlaufen, dann Tretmaislaufen

Mit den Laufhelden von RUNNER’S WORLD lief Dieter Baumann zunächst richtig, dann trat er wieder auf den Mais im Fass.

Mit den RUNNER'S WORLD Laufhelden durch Stuttgart

Dieter Baumann unterwegs mit den Laufhelden von RUNNER’S WORLD in Stuttgart.

Bild: Privat

Lauf der Woche
Freitag 28.11.2014
Stuttgart – Schlossgarten
Ein ernst zu nehmender Maislauf


Ich melde mich vom Dauermaislaufen – genauer: Zuerst Dauerlaufen, dann Tretmaislaufen. Klingt komisch, zugegeben. Ist es auch - aber es hilft. Ja, ich kenne viele die jetzt sagen: „Ja wo denn, Baumann? Dieses Maiszeugs geht doch schon ewig.“ Andere behaupten, das alles sei doch nur ein Gääääg.

Aha, ein Gäääg also.

Am Freitag war ich laufen. Richtig laufen. Mit den Laufhelden von RUNNER’S WORLD. 9,2 Kilometer – GPS-vermessen! Wir liefen in Stuttgart zuerst quer durch die Fußgängerzone, kämpften uns durch die einkaufenden Menschenmassen vor Karstadt Sport (Ausverkauf der VfB Trikots – hallo liebe VfB Fans, es war noch vor dem Spiel gegen Freiburg - jetzt sind die wieder teurer), vorbei am schönen Schloss, an der schönen S21-Baustelle (die man wegen des wunderschönen Zaunes nicht sehen kann). Von dort kamen wir dann ins Grüne (das ganze Laub war weg, trostlos) und drehten an einer weiteren S21-Baustelle (die ganze Stadt ist S21) um. Gleicher Weg zurück. Ein wenig Pseudo-Grün (ja so ist Stuttgart), der Rest Baustelle (genau: S21) oder Ausverkauf (Gewerbeimmobilien).

Aber zurück zum Laufen. Eine Laufheldin sprach mich an: „Maistreten machst Du doch nicht wirklich?“ Nun schreibt das Leben immer schon die besten Witze und ist Theater genug – aber Maistreten mache ich wirklich, ohne Witz.

Nochmals zum Ausdrucken und an alle Laufgurus – auch zum Weiterempfehlen (ihr müsst auch keine Quellenangabe machen): Maistreten dient zur Kräftigung der Fußmuskulatur. Im tiefen Maisfass den Fuß kreisen lassen. Mal links rum, mal rechts rum. Dann anheben – nur die Zehen! – und runter drücken. Mal die ganzen Maiskörner mit den Zehen aus dem Fass fischen (zumindest versuchen), mal auf der Stelle leichtes Laufen. Sobald Sie diese Grundübungen beherrschen sind ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sie dürfen alles machen, vorausgesetzt sie bleiben im Maisfass.

Liebe Freunde der Laufkunst, ist das denn so schwierig? Ist das denn weniger glaubhaft als die sagenumwogende Blackroll? Nur weil das Ding richtig Geld kostet, bringt das doch genauso wenig wie mein Mais. Es läuft (geht) immer aufs Gleiche hinaus: Verletzungen brauchen Zeit.

In Delmenhorst beim Auftritt sagte eine Zuschauerin: „Ich habe Achillessehne“, und fragte: „Was kann ich tun?“ Nun, für mich kann ich in Anspruch nehmen, dass ich sogar zwei Achillessehnen habe. Völlig verrückt ist das und phasenweise waren sie ganz praktisch. Ich erinnere mich an den einen Spurt. Damals beim C-Jugend-Spiel des TSV Blaubeuren. Die Linie entlang, das war schon ein Ding. Gut, ab und an haben sie sich zu Wort meldet, aber vielleicht hat auch alles einen Sinn. Vielleicht den Sinn, dass wir mal Ruhe geben sollten. Zugegeben, das fällt uns schwer. Sehr schwer sogar. Aber es geht. Es ist möglich. Und es klingt verrückt: Ich vermisse nichts. Ich habe ja noch das Maistreten.

Bild: privat

Dieter Baumann, die Götter und Olympia - Termine 2014

• 21. November 2014 Stuttgart-Degerloch / Kickers-Clubrestaurant
• 22. November 2014 Schleiden / Kursaal
• 26. November 2014 Delmenhorst / Divarena
• 13. Januar 2015 Balingen - 20:00 Uhr
• 15. Januar 2015 Münsingen - 19:30 Uhr
• 19. Januar 2015 Heilbronn - 19:00 Uhr
• 6. März 2015 Stockach - Raithaslach - 20:00 Uhr
• 21. März 2015 Freiburg / Vorderhaus, 20:00 Uhr
• 18. April 2015 Allmendingen / 20:00 Uhr

Dieter Baumann: Lauf der Woche:

Der Glaube versetzt Berge